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Basketball in der NBA
Zipser bei den Bulls: "Will eigenen Weg gehen"

Paul Zipser freut sich auf Superstar und Teamkollege Dwyane Wade
FOTO: dpa, shp vfd
München . Nach der Vertragsunterschrift bei den legendären Chicago Bulls freut sich Nationalspieler Paul Zipser vor allem auf NBA-Superstar und Teamkollege Dwyane Wade. Der dreimalige Champion in der besten Liga der Welt ist der neue Star-Spieler der Bulls und für Zipser das größte Vorbild in der Mannschaft.

"Er soll ein super Typ sein", erzählte der 22-Jährige am Montag in München und ergänzte: "Ich kenne jeden Move, den er früher gemacht hat, habe jeden Dunk gesehen. Er kann viel an die jungen Spieler weitergeben."

Einer dieser Jung-Profis ist Zipser, der am Wochenende in Chicago einen Zweijahresvertrag erhielt. Der bisherige Flügelspieler des FC Bayern bezeichnete den Wechsel als "größtmögliche Challenge". 

Bei den Bulls will Zipser seinen "eigenen Weg gehen". Zwar hätten ihm seine deutschen Kollegen Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks) und Dennis Schröder (Atlanta Hawks) schon "viel erzählt, was da drüben so abgeht. Vielleicht fallen noch ein paar Tipps ab, aber ich bin jetzt auch nicht so auf der Suche. Ich schaffe das auch so", sagte der 22-Jährige am Montag bei einem Termin in München selbstbewusst.

Diese Herausforderung habe er aber bewusst gesucht. Beim NBA-Draft im Juni hätte er nämlich schon früher als an Position 48 gezogen werden können, wie er erzählte. Die interessierten Teams hätten ihm aber erklärt, dass er dann zunächst weiter in der Bundesliga hätte spielen sollen. Das wollte Zipser nicht und favorisierte die Bulls. Der Klub passe nach einem Umbruch zu ihm, hofft er. "Das ist eine gute junge Truppe. Mit dem Team kann man auf jeden Fall die Playoffs schaffen."

Dass sich der Heidelberger beim Ex-Verein von Basketball-Legende Michael Jordan beweisen will, mache das Abenteuer noch spezieller. "Das ist auf jeden Fall ein Riesen-Unterschied", sagte Zipser und erinnerte sich an den Draft. "Als ich in der Nacht gehört habe, es wird Chicago, habe ich gedacht: Okay, MJ war da, oh mein Gott!"

Was nun auf ihn zukommt, ahnt Zipser. "Meine Rolle ist klar: Alles geben und zeigen, wer den Platz verdient hat im Team. Dafür werde ich den ganzen Sommer arbeiten und dann sehen, was rauskommt", sagte er. Ehe es Ende September nach Chicago geht, stehen für den Flügelspieler zunächst Nationalmannschafts-Lehrgänge und die EM-Qualifikation an.

Darüber sei er nach dem Hype der vergangenen Tage "froh. Das lenkt mich ab. Da wird das Thema NBA nicht an erster Stelle stehen", meinte er. 

(old/dpa)
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