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Deutscher NBA-Star
Wenn Nowitzki geht, dann mit einem Knall

Nowitzki albert vor der Kamera
Nowitzki albert vor der Kamera FOTO: dpa, lws ss
Dirk Nowitzki will vom Abschied von der Basketball-Bühne noch nichts wissen und seinen Vertrag bei den Dallas Mavericks erfüllen. In zwei Jahren ist vermutlich Schluss, frühzeitig ankündigen möchte der Würzburger sein Karriereende aber nicht.

Eine lange Abschiedstournee? Kreuz und quer durch Nordamerika? Für Dirk Nowitzki ein einziger Albtraum. "Das ist das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann", sagte der Superstar am Medientag der Dallas Mavericks und machte deutlich, dass er das Ende seiner Basketballkarriere keinesfalls frühzeitig ankündigen wird. "Dann müsste ich jeden Tag darüber reden. Wenn ich weg bin, bin ich weg. So wird es laufen."

Noch ist es nicht so weit, doch der Abschied von der großen Bühne wird mehr und mehr ein Thema. "Natürlich kommt er näher", weiß der 37-Jährige, "aber ich denke nicht jeden Tag an den Strand." Ende Oktober startet der Würzburger in seine 18. NBA-Saison, die 19. wird dann wohl die letzte sein.

Nowitzki verbeugt sich vor Berliner Publikum FOTO: dpa, lus kno

Nowitzki hat immer betont, dass er seinen Vertrag erfüllen will. Bis 2017 ist er an die Mavericks gebunden, schon im kommenden Sommer könnte der NBA-Champion von 2011 per Option aussteigen. Doch das steht nicht zur Debatte, auch wenn das Team erneut schlechte Erfolgsperspektiven hat. Auf dem Transfermarkt ging so einiges schief.

"Ich möchte hier noch zwei Jahre spielen, hoffentlich auf einem hohen Level. Und ich will effektiv sein, wenn ich auf dem Feld stehe", erklärte der Power Forward. Am 28. Oktober geht es bei den Phoenix Suns los, bis dahin will sich Nowitzki schinden. Auch wenn er in diesem Jahr wegen der EM mit dem enttäuschenden Vorrundenaus nur wenig Pause hatte. "Ich werde mir in diesen vier Wochen den Hintern abarbeiten, um in die bestmögliche Form zu kommen", kündigte er an: "Und dann werde ich wieder alles da draußen lassen."

Die Erwartungshaltung hat sich nicht verändert. Von einem zweiten Titel braucht Nowitzki nicht zu träumen, das weiß er. "Dieser Klub war immer stolz darauf, erfolgreich zu sein und die Play-offs zu erreichen. Und das muss das Ziel sein", sagte der Mannschaftskapitän: "Wir haben im Angriff ein paar nette Waffen. Aber wir müssen in der Defense besser werden. Dann haben wir eine gute Chance."

Die MVPs der NBA-Finals seit 1991 FOTO: AP

Während sich Familienvater Nowitzki mehr denn je mit seinem bevorstehenden Rückzug aus dem Sport beschäftigen muss, geht es für Tibor Pleiß erst richtig los. Der Nationalspieler ist am Montag endlich in sein NBA-Abenteuer gestartet. Am Medientag der Utah Jazz durfte der 25-Jährige endlich ins Trikot seines neuen Klubs schlüpfen und genoss es in vollen Zügen. "Das ist ein unglaubliches Gefühl", sagte der vom FC Barcelona in die USA gewechselte Center.

Pleiß hatte Mitte Juli bei dem Verein aus Salt Lake City unterschrieben und ist von der Entscheidung zum Wechsel nach Nordamerika völlig überzeugt. "Die NBA war der nächste logische Schritt. Es war immer mein Ziel, mit den Besten und gegen die Besten zu spielen", so Pleiß. Utah Jazz sei "ein großartiger Verein".

Vor dem Start der Vorbereitung herrscht allerdings noch etwas Ungewissheit. "Ich muss sehen, welche Rolle ich im Team haben werde", sagte der 2,18-m-Mann. Dass es etwas Zeit brauchen wird, sich dem Spielstil der besten Liga der Welt anzupassen, ist Pleiß klar: "Hier ist der Basketball athletischer und schneller. Ich werde mich dran gewöhnen."

(sid)
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