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"Sein verfassungsmäßiges Recht"
Obama zeigt Verständnis für Kaepernicks Hymnen-Boykott

Barack Obama zeigt Verständnis für Protest von Colin Kaepernick
In den USA wird heftig über den Protest von Kaepernick diskutiert. FOTO: ap, CC
Hangzhou. US-Präsident Barack Obama hat Verständnis für den stillen Protest von Football-Profi Colin Kaepernick gezeigt. "Er übt sein verfassungsmäßiges Recht aus, um ein Statement abzugeben", sagte Obama am Montag beim G20-Gipfel in der chinesischen Stadt Hangzhou.

"Ihm liegen reale und legitime Fragen am Herzen, über die gesprochen werden muss." Kaepernick hatte sich bei Vorbereitungsspielen während der amerikanischen Nationalhymne nicht erhoben und war niedergekniet, während ein Dutzend Militärmitglieder eine große Flagge ausbreiteten.

Er erklärte, er wolle sich damit gegen Rassismus, Ungleichbehandlung und Polizeigewalt wehren. Zuvor hatte er Donald Trump als "offen rassistisch" bezeichnet. Der republikanische Präsidentschaftskandidat legte dem 28-Jährigen daraufhin nahe, die USA zu verlassen.

Am Sonntagabend (Ortszeit) hatte sich auch Fußballerin Megan Rapinoe dem stillen Protest Kaepernicks angeschlossen. Vor dem Spiel ihrer Seattle Reign gegen die Chicago Red Stars war sie bei der Nationalhymne niedergekniet. "Das war mit voller Absicht", erklärte Rapinoe nach dem 2:2 im Duell der National Women's Soccer League (NWSL). Es sei "ein kleines Nicken" in Richtung NFL-Quarterback Kaepernick gewesen, sagte die 31-Jährige, "und für all das, wofür er jetzt eingestanden ist".

(dpa)
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