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NFL-Start
Das Ei fliegt wieder

Die wichtigsten Fragen und Antworten
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Düsseldorf. Heute Nacht startet die Saison der amerikanischen Football-Liga NFL. In Deutschland erlebt die Sportart einen Boom. Von Tim Kronner

An "König Fußball" kommt in Deutschland keiner vorbei. Das wird auch so bleiben. Es gibt aber eine andere Sportart, die sich immer weiter in den Vordergrund spielt. American Football erlebte in den vergangenen Jahren einen wahren Boom in Deutschland. Früher als unattraktiv und zu kompliziert verschrien, hat sich inzwischen eine Fan-Basis gebildet, die größtenteils aus jungen Menschen besteht.

Den Super Bowl, das Finale der US-amerikanischen Profiliga NFL, sahen im Februar 1,78 Millionen Zuschauer am TV im Schnitt – und das, obwohl das Spiel mitten in der Nacht war. Bei den Liga-Spielen sehen immerhin 300.000 bis 400.000 Zuachauer in Deutschland zu. Zum Vergleich: Basketball und Handball erzielen bei "Sport1" höchstens die Hälfte dieser Quoten. "Mit diesen Zahlen habe ich niemals gerechnet. Ich hoffe, wir können das halten und noch weitere Fans gewinnen. Das wäre ein Riesending", sagte Frank Buschmann, der die Spiele im TV kommentiert, dem "Focus".

Es ist davon auszugehen, dass sich Buschmanns Hoffnung erfüllt. Nicht umsonst haben die Sender "Sat.1" und "ProSieben Maxx" ordentlich aufgestockt. In diesem Jahr wird im deutschen Free-TV so viel Football wie noch nie laufen. Insgesamt 53 Spiele übetragen die beiden Sender zusammen. Ab sofort gibt es jeden Sonntag ab 19 Uhr zwei Liga-Spiele aus der NFL live zu sehen (auf ProSieben Maxx).

Los geht es in der kommenden Nacht mit dem Start der sogenannten "Regular Season", in der die 32 Teams in je 16 Spielen versuchen, sich für einen der zwölf Play-off-Plätze zu qualifizieren. Direkt zu Beginn gibt es eine Neuauflage des vergangenen Superbowls zwischen dem Titelverteidiger Denver Broncos und den Carolina Panthers (2 Uhr MEZ, live bei Sat.1). Damit stehen sich direkt zwei Titelanwärter auf die nächste Meisterschaft gegenüber.

Der amtierende Champion muss jedoch Star-Quarterback Peyton Manning ersetzen – der 40-Jährige hat seine Karriere nach der vergangenen Saison beendet. Seine Nachfolge soll der noch unerfahrene Trevor Siemian antreten. Die Carolina Panthers hingegen haben auf der Position des Quarterbacks keine Probleme. Cam Newton ist einer der wohl größten Stars der NFL. Wie er das "Ei" an die Passempfänger verteilt oder auch zu eigenen Läufen ansetzt, ist außergewöhnlich. Neben den Broncos und den Panther können sich auch die Seattle Seahawks, die Arizona Cardinals, die Pittsburgh Steelers, die Green Bay Packers und die New England Patriots Chancen auf den 51. Superbowl ausrechnen.

Im Kader der Patriots ist auch ein Deutscher zu finden. Sebastian Vollmer ist zurzeit zwar verletzt, könnte aber nach den ersten sechs Saisonspielen noch eingesetzt werden. Ebenfalls in einen der 53-Mann-Kader haben es die Deutschen Kasim Edebali (New Orleans Saints) und Mark Nzeocha (Dallas Cowboys) geschafft. Markus Kuhn, Björn Werner sowie Nachwuchshoffnung Moritz Böhringer wurden hingegen von ihren Vereinen gestrichen. Auch wenn in dieser Saison nur wenige Deutsche mitspielen – zusehen werden sicherlich deutlich mehr.

Quelle: RP
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