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"Take a Knee"
NFL verzichtet weiter auf Hymnen-Vorschrift

NFL-Teams wenden sich von Trump ab
NFL-Teams wenden sich von Trump ab FOTO: rtr, ss1
New York. Die National Football League (NFL) will im von US-Präsident Donald Trump angefachten Hymnen-Streit auf Vorschriften für die Spieler verzichten. Allerdings forderte der Ligachef die Akteure auf, bei der Hymne zu stehen. 

Die NFL vergattert ihre Footballprofis nach wie vor nicht dazu, während der Nationalhymne zu stehen. NFL-Commissioner Roger Goodell sagte am Mittwoch vor Reportern nach einem zweitägigen Treffen der Liga in New York: "Wir finden und erwarten, dass jeder bei der Hymne stehen sollte. Das erwarten auch unsere Fans. Es ist ein wichtiger Teil unserer Grundsätze."

Eine formale Regel stellte die Liga aber nicht auf. Goodell blieb damit der Linie treu, die er schon am 10. Oktober in einer E-Mail an die Teambesitzer ausgegeben hatte.

Fotos: Vizepräsident Pence geht, weil Spieler knien FOTO: ap, DC

Auf die Kritik von US-Präsident Donald Trump angesprochen, der via Twitter am Mittwoch ein ausbleibendes Steh-Gebot als respektlos gegenüber dem Land kritisiert hatte, antwortete Goodell nicht direkt.

Er sagte nur, auch die Liga und ihre Spieler respektierten das Land, die Flagge und die Hymne. "Schauen Sie sich Spieler und Teams an. Wir sind sehr stolz auf unser Land, und wir werden das fortsetzen", sagte er. Goodell sagte, er habe mit Trump bisher nicht über das Thema gesprochen.

Die NFL arbeite mit den Spielern zusammen, um in den Kommunen Verbesserungen bei sozialen Missständen zu erreichen. Man wolle sich um die hinter den Protesten der Spieler liegenden Gründe kümmern, sagte Goodell.

Protest gegen Donald Trump: "Es sollte den Spielern verboten sein zu knien"

In den vergangenen Wochen hatten viele Spieler während der Nationalhymne gekniet. Sie wollen ein Zeichen setzen gegen die ihrer Ansicht nach grassierende soziale Ungerechtigkeit und Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA.

(dpa)
 
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