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NFL-Star darf auflaufen
Brady gewinnt Rechtsstreit um "Deflategate"

Fotos: Patriots nutzen Seahawks-Patzer zum Super-Bowl-Triumph
Fotos: Patriots nutzen Seahawks-Patzer zum Super-Bowl-Triumph FOTO: dpa, cjg ks
New York. Star-Quarterback Tom Brady hat den Rechtsstreit in der Affäre "Deflategate" mit der nordamerikanischen Football-Profiliga NFL gewonnen und darf zum Saisonauftakt am kommenden Donnerstag nun wohl doch für seine New England Patriots auflaufen.

Dies entschied am Donnerstag ein Gericht in New York unter dem Vorsitz von Richter Richard Berman. Ursprünglich war der 38-Jährige für die ersten vier Saisonspiele gesperrt worden.

Die NFL teilte wenig später mit, dass sie das Urteil anfechten werde. "Bei allem Respekt vor dem Richter stimmen wir mit dieser Entscheidung nicht überein", sagte NFL-Commissioner Roger Goodell: "Wir werden das Urteil anfechten, um unserer Verantwortung für die Integrität des Spiels gerecht zu werden." Eine gerichtliche Verfügung, die Bradys Teilnahme am Saisonstart doch verhindert, ist laut Medienberichten nun aber nicht von der NFL zu erwarten.

Im Play-off-Halbfinale der vergangenen Saison zwischen den Patriots und den Indianapolis Colts waren die Bälle zu schwach aufgepumpt gewesen. Dafür wurde Brady im Mai als Verantwortlicher gesperrt. Es sei "sehr wahrscheinlich", dass er Kenntnis von den zu schwach aufgepumpten Bällen gehabt habe, hieß es damals.

Der Richter argumentierte nun, dass Brady nicht für das vermeintliche Fehlverhalten anderer bestraft werden könne, selbst wenn er von diesem gewusst habe. Zudem sei das Strafmaß unangemessen.

(sid)
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