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Eishockey in der NHL
Kings schicken Ehrhoff ins Farmteam

Fotos: Christian Ehrhoff – Moerser, Ex-NHL-Profi, WM-Vierter
Fotos: Christian Ehrhoff – Moerser, Ex-NHL-Profi, WM-Vierter FOTO: afp, Jen Fuller
Los Angeles. Christian Ehrhoffs Zeit bei den Los Angeles Kings in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL ist vorerst vorbei. Trainer Darryl Sutter teilte am Donnerstag mit, dass der kalifornische Klub den deutschen Verteidiger in sein Farmteam, die Ontario Reign, geschickt hat. Somit spielt Ehrhoff künftig in der zweitklassigen American Hockey League AHL.

"So schnell kann es gehen", sagte Ehrhoff der Deutschen Presse-Agentur. Am Mittwoch hatten die Kings den 33-Jährigen auf die so genannte Waiver-Liste gesetzt. Da innerhalb der vergangenen 24 Stunden kein anderes NHL-Team Interesse an Ehrhoff bekundete, wurde er in die AHL abgeschoben.

Der Nationalspieler hatte erst im Sommer einen Ein-Jahres-Vertrag in Los Angeles unterschrieben, konnte Trainer Sutter jedoch nie überzeugen. "Ich habe sicherlich höhere Erwartungen an mich selbst gehabt, gehofft, mir einen besseren Platz im Team zu erspielen", hatte Ehrhoff bereits am Dienstag (Ortszeit) nach dem 9:2-Sieg der Kings bei den Boston Bruins geäußert.

"Es ist eine schwierige Situation, und das Selbstbewusstsein ist dann natürlich auch nicht riesig, wenn man reinkommt und weiß, dass jeder kleine Fehler bedeuten kann, dass man beim nächsten Mal wieder zuschauen muss", erklärte Ehrhoff. Die Partie bei den Bruins war seine 854. – somit hat er aktuell von allen deutschen Profis in der besten Eishockey-Liga der Welt die meisten Spiele absolviert.

Pleite ohne Ehrhoff

Im ersten Spiel ohne Ehrhoff kassierten die Kings eine 2:5-Niederlage gegen die New York Islanders mit dem deutschen Keeper Thomas Greiss, der eine starke Leistung zeigte. Der Goalie brachte den Champion von 2014 mit 28 Paraden zur Verzweiflung und hatte großen Anteil am dritten Islanders-Sieg in Serie. "Unser Keeper hat großartige Paraden gezeigt", lobte schwärmte Islanders-Trainer Jack Capuano.

Dennis Seidenberg und die Boston Bruins rehabilitierten sich zwei Tage nach der 2:9-Pleite gegen die Kings und gewannen bei den Winnipeg Jets souverän mit 6:2. Patrice Bergeron traf für die Bruins doppelt.

Auch die Edmonton Oilers und Leon Draisaitl feierten einen deutlichen Erfolg. Die Mannschaft des deutschen Nationalspielers siegte 5:2 gegen die Toronto Maple Leafs, bleiben allerdings Letzter der Pacific Division. Draisaitl war an keinem Tor beteiligt.

Goalie Philipp Grubauer sah von der Bank aus den 4:3-Sieg seiner Washington Capitals bei der Minnesota Wild. Superstar Alexander Owetschkin erzielte für das punktbeste NHL-Team im zweiten Drittel drei Tore und hat 34 Saisontreffer auf seinem Konto. Ohne Korbinian Holzer unterlagen die Anaheim Ducks bei den Columbus Blue Jackets mit 3:4 nach Penaltyschießen.

(seeg/dpa)
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