Daviscup: Spanien und Russland vor Viertelfinale: USA mit Problemen in Simbabwe
zuletzt aktualisiert: 04.02.2000Hamburg (sid). Spanien und Russland haben am ersten Tag des Daviscups bereits einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale getan. Beide Teams gewannen jeweils vor eigenem Publikum ihre beiden Auftakteinzel und benötigen nur noch einen Sieg, um eine Runde weiter zu kommen.
Der Weltranglisten-Zweite Jewjeny Kafelnikow brachte das russische Team in Moskau gegen Belgien durch einen 6:7 (3:7), 6:4, 7:5, 6:2-Erfolg über Filip Dewulf in Front, Marat Safin erhöhte mit einem 7:5, 3:6, 6:2, 6:4 auf 2:0. Im Duell gegen Italien bezwang in Murcia der Spanier Albert Costa zunächst Davide Sanguinetti 6:4, 6:4, 6:2, bevor Ex-Weltmeister Alex Corretja gegen Andrea Gaudenzi 4:6, 6:1, 6:1, 6:1 gewann.
John McEnroe muss dagegen bei seinem Debüt als Kapitän der USA noch zittern. In Harare stand es gegen Simbabwe nach dem ersten Tag nur 1:1. Zwar gab sich Australian-Open-Champion Andre Agassi beim 7:5, 6:3, 7:5 über Byron Black keine Blöße. Doch Ersatzmann Chris Woodruff unterlag bei seinem Einzel-Debüt für sein Land Byron Black 6:7 (2:7), 3:6, 2:6. McEnroe musste den 27 Jahre alten Woodruff nach den verletzungsbedingten Absagen von Weltmeister Pete Sampras und Todd Martin kurzfristig nachnominieren.
Agassi wurde beim ersten Auftritt einer US-amerikanischen Mannschaft in Afrika von den Zuschauern stehend mit Ovationen empfangen. Der derzeit beste Spieler der Welt zeigte zwar nicht die Glanzform von seinem Sieg in Melbourne, hatte aber insgesamt wenig Mühe. "Ich war nicht ganz konzentriert. Es herrschte eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit und ich hatte Mühe mit dem Atmen", sagte Agassi, "ich freue mich, im Team zu stehen, würde aber lieber zu Hause spielen."
Im Nachbarschaftsduell in der Slowakei lag Österreich nach dem ersten Einzel zurück. Weltklassemann Karol Kucera ließ in Bratislava Markus Hipfl beim 6:2, 6:3, 6:3 keine Chance.
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