Einzel entschieden Halbfinale des Fed-Cup für Gastgeber: USA zum 25. Mal im Fed-Cup-Finale
zuletzt aktualisiert: 23.11.2000 - 15:25Las Vegas (sid). Die US-Tennis-Damen machten mit dem Einzug ins Fed-Cup-Finale Teamchefin Billie Jean King das schönste Geschenk zum 57. Geburtstag. Titelverteidiger USA gab sich im Halbfinale vor eigenem Publikum in Las Vegas keine Blöße gegen Belgien und steht zum 25. Mal in der 38jährigen Geschichte des Nationenbewerbes im Endspiel.
Nicht einmal eine Magenverstimmung und eine Wadenverletzung konnten Monica Seles (Foto) und Lindsay Davenport daran hindern, das Teenager-Team mit Kim Clijsters und Justine Henin mit 2:0 aus dem Rennen zu werfen. Im bedeutungslosen Doppel überließen die Gastgeber den Belgierinnen zur kosmetischen Korrektur dann doch noch einen Punkt.
Im Finale am Freitag und Samstag trifft der 16malige Fed-Cup-Gewinner im sechsten Final-Duell auf Spanien. Und mit den Spielerinnen von der iberischen Halbinsel haben die Amerikanerinnen noch eine Rechnung offen. Denn die USA konnten in den bislang fünf Begegnungen nur 1989 und 1996 als Sieger vom Platz gehen, die Spanierinnen triumphierten 1991, 1994 und 1995.
Monica Seles, die von schweren Magenkrämpfen geplagt war, und Lindsay Davenport, die an einer Wadenverletzung leidet, brachten die USA in der Vorschlussrunde uneinholbar mit 2:0 in Führung. Seles besiegte Justin Henin (Foto) mit 7:6 (7:1), 6:2 und Davenport setzte sich gegen Hewitt-Freundin Kim Clijsters mit 7:6 (7:4), 4:6, 6:3 durch. Nach der verletzungsbedingten Absage des besten US-Doppels, den Olympiasiegerinnen Venus und Serena Williams, unterlagen im abschließenden bedeutungslosen Doppel Jennifer Capriati und Lisa Raymond gegen Dominique van Roost und Els Callens 3:6, 5:7.
Doch da waren schon alle mit den Gedanken im Finale, in dem die Amerikanerinnen den 17. Titel im Visier haben. Den traditionsreichen amerikanischen Thanks Giving-Day am Donnerstag nutzten die beiden angschlagenen Spielerinnen Monica Seles und Lindsay Davenport, um sich für das schwere Finale gegen die Spanierinnen physisch und psychisch zu stärken. "Wir sind die Favoriten, aber gegen Arantxa und Conchita darf man sich nie zu sicher sein. Sie sind beide Kämpfer, und wir wissen, was uns erwartet", meinte Davenport, die wie ihre Kolleginnen die Spekulationen über die Williams-Schwestern satt hat: "Es gab und gibt auch ein Tennis ohne sie." Aber auch die Spanierinnen brennen in ihrem neunten Endspiel in zwölf Jahren auf den sechsten Fed-Cup-Sieg.
Unterdessen bekundete Todd Martin Interesse am vakanten Job als Daviscup-Kapitäns der USA: Nach nur einjähriger Dienstzeit war John McEnroe am Montag zurückgetreten.
Ergebnisse:
Monica Seles - Justin Henin 7:6 (7:1), 6:2
Lindsay Davenport - Kim Clijsters 7:6 (7:4), 4:6, 6:3
Lisa Raymond/Jennifer Capriati - Dominique van Roost/Els Callens 3:6, 5:7
damit die USA im Finale (24./25. November) gegen Spanien
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