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Bayern München
Schon wieder sechs Wochen Pause für Robben

Die Krankenakte des Arjen Robben
Die Krankenakte des Arjen Robben FOTO: dapd
Lippstadt. Die Hoffnung von Arjen Robben auf eine verletzungsfreie Saison währte nicht einmal eine Halbzeit lang. Ein dynamischer Antritt, ein schmerzverzerrtes Gesicht, ein Griff an die Leiste - bereits in der 35. Minute des ersten Spiels von Bayern München unter dem neuem Trainer Carlo Ancelotti ereilte den ehrgeizigen Niederländer der nächste bittere Rückschlag.

Wegen einer neuerlichen Adduktorenverletzung verpasst Robben die komplette Vorbereitung und vermutlich auch den Bundesliga-Saisonstart am 26. August gegen Werder Bremen. "Voraussichtlich sechs Wochen" falle der 32-Jährige aus, teilte der Rekordmeister mit. Das als lockerer Ancelotti-Aufgalopp geplante Spiel beim Fünftligisten SV Lippstadt (4:3) erhielt damit eine keineswegs erwünschte Dramatik.

Ancelotti schlug die erneute Verletzung seines Stars sichtlich aufs Gemüt. "Eine lange Pause können wir nicht gebrauchen - er noch viel weniger als wir", sagte Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nach der Partie in seiner westfälischen Heimat mit ernster Miene. Kapitän Philipp Lahm hatte angesichts von Robbens Verletzungshistorie bereits böse Vorahnungen. "Es ist sehr bitter. Wer Arjen kennt, der weiß, wie gern er auf dem Fußballplatz steht. Er geht nicht einfach so raus", sagte der 32-Jährige.

Dabei wollte Robben, der zuletzt am 5. März für die Bayern gespielt hatte, seinen Frust nach nur 15 Bundesliga-Spielen (vier Tore) in der Vorsaison und der verpassten EM mit der niederländischen Nationalelf auf dem Platz bewältigen. Es sah bei seinem Comeback am Samstag in Lippstadt zunächst auch gut aus: Robben war vor 8500 Zuschauern bis zu seiner Verletzung mit Abstand der spielfreudigste Bayern-Akteur gewesen. Das Führungstor durch Julian Green (9.) bereitete er vor, das 2:0 erzielte er in der 16. Minute selbst. Diese beiden Tore wie auch die weiteren Bayern-Treffer durch Franck Ribéry (33.) sowie das Eigentor von Marvin Joswig (49.) traten aber angesichts der Verletzung des Holländers genauso in den Hintergrund wie die drei Gegentore im zweiten Abschnitt, als Ancelotti seine Stars schonte und Nachwuchsspieler brachte.

(sid)
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