NBA-Playoffs: Dallas unterliegt Utah erneut: Verlierer Nowitzki ausgebuht: Dallas vor Playoff-Aus
zuletzt aktualisiert: 25.04.2001 - 11:43Salt Lake City (rpo). Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks stehen in der nordamerikanischen Basketball-Profi-Liga (NBA) vor dem Playoff-Aus. Das Team des deutschen Nationalspielers verlor in der Nacht zum Mittwoch das zweite Viertelfinal-Spiel der Western Conference bei den Utah Jazz mit 98:109 und liegt in der Serie "best of five" mit 0:2 im Rückstand.
Verloren und ausgebuht: Nowitzki wird seine zweite Playoff-Partie in der nordamerikanischen Basketball- Profi-Liga (NBA) nicht so schnell vergessen. Der weit unter seiner Bestform spielende deutsche Star kassierte in der Nacht zum Mittwoch mit den Dallas Mavericks nicht nur die zweite Niederlage bei den Utah Jazz. Bei jeder Ballberührung wurde der gebürtige Würzburger zudem von den 20.000 Zuschauern im Delta Center gnadenlos ausgebuht und ausgepfiffen. Das wütende Publikum reagierte damit auf die vor zwei Tagen von Nowitzki gemachte Äußerung, "Utah ist eine schlimme Stadt", deshalb seien die Mavericks zwischen den beiden Auswärtsspielen nach Hause gereist.
Geholfen hat die Vorbereitung in vertrauter Umgebung nicht. Die von ihren Routiniers Karl Malone - mit 34 Punkten erfolgreichster Werfer des Abends - und John Stockton angeführten Gastgeber dominierten in den ersten drei Vierteln das Geschehen und lagen kurz vor Ende des dritten Teilabschnitts mit 83:63 auf der sicheren Siegerstraße. Nowitzki, der bis dahin lediglich fünf seiner insgesamt 15 Punkte verbucht hatte, konnte sein Team sechs Minuten vor der Schlusssirene durch seinen einzigen Dreier und einem Freiwurf zwar noch einmal auf 87:90 heranführen, doch die Hoffnung auf eine Wende zerstob dank der Treffsicherheit von Malone schnell.
"Noch sind wir nicht draußen. Solange wir eine Chance haben, werden wir darum kämpfen wie die Löwen", versicherte Nowitzki, der nach seinem sechsten Foul 25 Sekunden vor Spielschluss zur Freude des Publikums das Parkett verlassen musste. Die Buhrufe habe er nicht gehört. "Das ganze Ding war ein Missverständnis. Es ist sehr traurig", sagte der Blondschopf zu den Unmutsbekundungen der Fans.
Am Samstag kann Nowitzki seine enttäuschende Vorstellung vergessen machen. In der heimischen Reunion Arena werden sich beide Teams zum dritten Duell gegenüber stehen. Die Texaner müssen die alle drei Spiele gewinnen, um in die nächste Runde einziehen zu können. Einen 0:2-Rückstand wettzumachen, glückte in der NBA-Geschichte bislang nur fünf Teams. "Alles spricht jetzt für uns. Wir werden den Sack zubinden", kündigte Malone vollmundig an.
Die Philadelphia 76ers hingegen konnten sich für ihre Auftakt- Niederlage revanchieren. Der Titel-Aspirant besiegte vor heimischem Publikum Vorjahresfinalist Indiana Pacers mit 116:98 und glich zum 1:1-Gesamtstand aus. Die beiden Mannschaften der Eastern Conference treffen ebenfalls am Samstag zum dritten Mal aufeinander.
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