Telekom-Express bläst zum Angriff: Vuelta: Freire gewann vierte Etappe
zuletzt aktualisiert: 30.08.2000 - 14:51Albacete (dpa). Der Telekom-Express hat auf der vierten Etappe der 55. Spanien-Rundfahrt zum Angriff auf das Gold-Trikot des Spitzenreiters geblasen. Bei böigen Seitenwinden auf der Flachetappe von Valdepenas nach Albacete setzte sich Telekom-Kapitän Jan Ullrich mit einer 30-köpfigen Führungsgruppe 30 Kilometer vor dem Ziel des 159 km langen Teilstücks vom Feld ab.
Vor dem Verfolgerfeld gewann Weltmeister Oscar Freire den Sprint vor Telekom-Sprinter Giovanni Lombardi (Italien) und seinem Landsmann Christian Moreni. Dabei feierte Freire bereits seinen zweiten Tageserfolg. Spitzenreiter bleibt der Schweizer Alex Zülle, der seit der ersten Etappe das Klassement anführt. Durch den geglückten Ausreißversuch hat sich Ullrich vor der ersten Bergetappe am Mittwoch im Gesamtklassement eine gute Ausgangsbasis für die Titelverteidigung verschafft. Mit 43 Sekunden Rückstand auf Zülle kletterte der Weltranglisten-Erste vom 21. auf den neunten Platz.
Zwar waren die Fahrer auf der vierten Etappe nicht mehr so stark von der Hitze bedroht, doch auch bei "nur" 31 Grad blieb das Tempo des Pelotons zunächst gedrosselt. Der heftige Seitenwind verschaffte dabei wenig Abkühlung und wirbelte die Fahrer im Feld teilweise gefährlich zur Seite.
Nicht nur um einen Sturz durch eine Böe zu vermeiden, trennten sich 40 Profis nach 128 Kilometern vom übrigen Feld und vergrößerten kontinuierlich den Vorsprung. Besonders der Merdinger Ullrich zeigte sich häufig an der Spitze und übernahm die Führungsarbeit. Während die Ausreißer das Tempo weiterhin forcierten, zog sich das Verfolgerfeld immer weiter auseinander und zersplitterte in mehrere Gruppen.
In der Kölner Universitätsklinik zeigte sich derweil Marcel Wüst hoffnungsvoll, ein Comeback im Rennsattel feiern zu können. "Ich bin Optimist und hoffe, meinen Vertrag bei Festina erfüllen zu können. Aber ich werde nichts überstürzen."
4. Etappe, Valdepenas - Albacete (159 km):
1. Oscar Freire (Spanien) 3:33:56 Stunden, 2. Giovanni Lombardi (Telekom), 3. Cristian Moreni, 4. Endrio Leoni (alle Italien), 5. Jan Svorada (Tschechien), 6. Alessandro Petacchi (Italien), 7. Patrice Halgand (Frankreich), 8. Mario Cipollini, 9. Andrea Peron (beide Italien), 10. Rolf Huser (Schweiz), 14. Alexander Winokurow (Kasachstan/Telekom), 15. Abraham Olano (Spanien), 16. Alex Zülle (Schweiz), 17. Jan Ullrich (Merdingen) alle gleiche Zeit
Gesamtwertung: 1. Zülle 13:00:54 Stunden, 2. Olano 0:02 Minuten zurück, 3. Inigo Cuesta 0:21, 4. Igor Gonzalez de Galdeano (beide Spanien) 0:28, 5. Andrej Teterjuk (Kasachstan) 0:30, 6. Angel Casero 0:33, 7. Santos Gonzalez (beide Spanien) 0:40, 8. Gianni Faresin (Italien) 0:41, 9. Jan Ullrich 0:43, 10. Raimondas Rumsas (Litauen) 0:49,. ..24. Winokurow 1:25
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