Paris-Nizza:: Wadecki gewinnt Königsetappe in St. Raphael
zuletzt aktualisiert: 16.03.2001 - 17:51St. Raphael (rpo). Pjotre Wadecki ist der Sieger der fünfte Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza. Der Pole gewann die 240,3 Kilometer lange Königs-Etappe von Berre L'Etang nach St. Raphael im Schlussspurt vor dem Italiener Matteo Tossato. Jörg Jaksche hat, auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung liegend, durchaus Chancen auf den Gesamtsieg.
Auf der heutigen Etappe bestimmte ein Ausreißer-Trio das Rennen. Auch auf der langen Abfahrt Richtung Cote d'Azur hielt der Vorsprung der "Flüchtlinge", die sich nach 70 km auf und davon gemacht hatten. Ihr Maximalvorsprung hatte fast zehn Minuten betragen. Ins Ziel retteten sie nach 170 km Alleinfahrt 1:12 Minuten Minuten. Der Dritte im Bunde neben Wadecki und Tossato, der Franzose Francois Simon, schwächelte am Ende und verlor im Finale noch 35 Sekunden auf die beiden Schnellsten.
Wolfram Lindner, Teamleiter der neuen deutschen GS-I-Mannschaft Coast, die am Donnerstag durch Alex Zülle (Schweiz) ihren ersten Saisonsieg feiern konnte, sagte Erik Zabel für Mailand-San Remo durch die Blume den Kampf an. "Der Etappensieg hat Alex gut getan. Man muss mit ihm Geduld haben. Ich will in diesem Jahr auch mal etwas Neues mit ihm versuchen. Er kann auch Klassiker gewinnen und ist nicht ausschließlich ein Rundfahrer. Vielleicht kann er schon bei Mailand- San Remo ein gutes Ergebnis erzielen", sagte Lindner knapp zehn Tage vor dem Weltcup-Auftakt, bei dem Zabel als dreifacher Sieger und wieder großer Favorit an den Start geht.
Am Samstag beim Bergzeitfahren über zehn Kilometer auf den Col d'Eze bei Nizza dürfte die Vorentscheidung fällig sein. Dabei ist Jaksche, im Vorjashr noch für das Telekom-Team unterwegs, deutlich stärker einzuschätzen als van Petegem, der eigentlich ein Klassiker- Fahrer ist.
68. Fernfahrt Paris-Nizza, fünfte Etappe über 240,3 km von Berre l'Etang nach St. Raphael: 1. Piotr Wadecki (Polen) 6:24:12 Stunden 2. Matteo Tosatto (Italien) gleiche Zeit 3. Francois Simon (Frankreich) 0:36 Minuten zurück 4. Emmanuel Magnien (Frankreich) 1:10
Gesamtwertung: 1. Peter van Petegem (Begien) 26:33:35 Stunden 2. Jörg Jaksche (Ansbach/Once) 0:11 Minuten zurück 3. Raimondas Rumsas (Litauen) 0:15 4. Dario Frigo (Italien) 0:16 5. Andrej Tschmil (Belgien) 0:27 6. Mario Aerts (Belgien) 0:29 7. David Montcoutie (Frankreich) gleiche Zeit 8. Alexander Winokurow (Kasachstan/Telekom) 0:33 9. Laurent Dufaux (Schweiz) gleiche Zeit 10. Patrice Halgand (Frankreich) 0:36
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