EM in Budapest: Wasserballer mit Rücken zu Wand
zuletzt aktualisiert: 17.06.2001 - 14:33Budapest (rpo). Ganze sechs Sekunden fehlten der deutschen Waserball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Budapest zum ersten Sieg. "Jetzt müssen wir uns auf das Spiel gegen Frankreich konzentrieren. Wir haben aber zumindest gekämpft, das stimmt mich optimistisch", sagte Bundestrainer Hagen Stamm nach dem 9:9 gegen die Slowakei.
Die Wasserballer des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) tun sich bei der Europameisterschaft weiter sehr schwer. Nach der 4:7-Auftaktniederlage gegen Griechenland reichte es für die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm am Samstag in Budapest gegen die Slowakei nur zum Remis.
Die deutschen Damen stehen dagegen bereits nach zwei Spielen mit dem Rücken zur Wand. Nach einer ordentlichen Leistung beim 7:9 gegen Titelverteidiger Italien (0:4, 3:2, 2:1, 2:2) zum Auftakt verlor das Team von Bundestrainer Marcel ter Bals am Sonntag nach einer blamablen Leistung mit 5:14 (1:5, 2:4, 1:1, 1:4) gegen Russland. Die deutschen Damen müssen bei der EM mindestens Platz fünf belegen, um sich für die Weltmeisterschaft in Fukuoka/Japan (16. bis 29. Juli) zu qualifizieren. "Ich bin enttäuscht und hoffe nur, dass wir uns bis zum letzten Gruppenspiel gegen Griechenland von diesem Rückschlag erholen", erklärte ter Bals.
Die Treffer der Männer zum Punktgewinn gegen die Slowakei markierten Steffen Dierolf vom SV Cannstatt (3), Marc Politze (2) und Sören Mackebon aus Hannover sowie Tim Wollthan aus Uerdingen (2) und Patrick Weissinger (Spandau 04). Die deutsche Mannschaft führte in dem Spiel lediglich zu Beginn mit 1:0 und 30 Sekunden vor Schluss mit 9:8.
Gegen den EM-Vierten Griechenland war die Mannschaft am Freitag ohne Chance gewesen. Die DSV-Wasserballer müssen mindestens Zehnter werden, um sich für Japan zu qualifizieren. Der zweimalige Europameister Stamm knüpft seine weitere Trainertätigkeit für den DSV an die erfolgreiche WM-Qualifikation.
Erfolgreichste Torschützin der deutschen Damen in den ersten beiden Spielen war Andrea Bonenberger vom Hohenlimburger SV mit fünf Treffern, vier davon gegen Italien. Die weiteren Treffer erzielten Stefanie Schindelbauer (2+1) vom Hohenlimburger SV, Ariana Rump vom deutschen Meister Blau Weiß Bochum (1+1), Andrea Schilling von der SG Wuppertal (0+1) sowie die erst 16-Jährige Monika Kruszona von Bayer Uerdingen (0+1).
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