| 09.29 Uhr

Bremen
Werder verliert auch mit Nouri

Bremen. Der neue Trainer kann das bittere 1:2 gegen Mainz nicht verhindern.

Der SV Werder Bremen hat nach einem Leistungseinbruch in der zweiten Halbzeit auch unter Interimstrainer Alexander Nouri die Pleitenserie fortgesetzt. Die Hanseaten verloren nach späten Gegentoren durch Yunus Malli und Joker Pablo de Blasis mit 1:2 (1:0) gegen den FSV Mainz 05. Damit kassierte Werder die fünfte Pflichtspielpleite in Serie und bleibt Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga.

Drei Tage nach der Entlassung von Chefcoach Viktor Skripnik, der vor zwei Jahren mit einem Sieg über Mainz gestartet war, hatte Izet Hajrovic Werder in Führung gebracht. Für den ersten Sieg der Spielzeit 2016/17 reichte es aber nicht. Die Schlussphase des Spiels sah Nouri nur noch von der Tribüne aus, nachdem er wegen Meckerns aus dem Innenraum verbannt worden war.

"Wir müssen wieder diesen positiven Gedanken finden, durch gegenseitiges Inspirieren", hatte Nouri seinen Spielern mitgegeben. Worte, die zunächst ankamen. Denn die Bremer präsentierten sich im Vergleich zum 1:4 in Gladbach am Wochenende wie verwandelt. Lauf- und spielfreudig, dazu aggressiv in die den Zweikämpfen zeigten die Gastgeber - zumindest in der ersten Halbzeit - die geforderte Reaktion.

Bereits nach vier Minuten schnellte der Puls von Nouri erstmals in die Höhe, als Ousman Manneh einen Volleyschuss verlängerte und dabei Mainz-Keeper Jonas Lössl am Kopf traf. Manneh war eine von drei Änderungen in der Startelf, und die überraschendste obendrein. Nouri hatte den Stürmer aus seiner U23 mit hoch genommen und gleich das Vertrauen geschenkt.

Hatten die Bremer in dieser Szene noch Pech, war es acht Minuten später doch passiert. Nachdem 05-Akteur Gaetan Bussmann im Mittelfeld an einem Ball vorbeigerutscht war, zog Hajrovic mit Tempo in Richtung Tor und setzte den Ball aus gut 20 Metern mit einem sehenswerten Schuss in die Maschen.

In der zweiten Halbzeit übernahmen die Mainzer das Kommando und deckten einige Unsicherheiten in der Bremer Hintermannschaft auf. Angriff für Angriff rollte auf das Bremer Tor zu, und in der Schlussphase schlug Mainz gnadenlos zu und gewann noch durch späte Tore, die die frisch aufgekeimte Bremer Hoffnung arg dämpften.

(dpa)
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