Hincapie gewinnt bei Gent-Wevelgem: Wesemann im Spurt geschlagen
zuletzt aktualisiert: 11.04.2001 - 18:41Wevelgem (rpo). Der Sieg war greifbar nahe, doch am Ende musste sich Steffen Wesemann bei Gent-Wevelgem mit dem dritten Platz begnügen. Den Spurt einer fünfköpfigen Spitzengruppe gewann George Hincapie (USA) vor Leon van Bon (Niederlande), weil der Deutsche das das Finale zu früh eröffnet hatte.
Vorher hatte Zabel, den im Vorjahr bei diesem Rennen ein auf die Straße galoppiertes Pony aus dem Rhythmus und zu Fall gebracht hatte, zu Gunsten Wesemanns auf eine mögliche bessere Platzierung verzichtet. Der Telekom-Kapitän wurde als schnellster Verfolger Neunter in der Endabrechnung der Paris-Roubaix-Generalprobe.
Eine hochkarätig besetzte, 14 Fahrer starke Spitzengruppe hatte sich vor den beiden letzten Anstiegen 47 km vor dem Ziel gebildet. 20 km vor dem Ziel spielte Telekom die taktische Trumpfkarte aus und schickte Wesemann in einer fünfköpfigen Verfolgergruppe mit. Dahinter konnte sich Zabel bei der Verfolgung zurückhalten und für den möglicherweise entscheidenden Schlussspurt schonen. Doch das Rennen lief anders - die Wesemann-Gruppe kam durch und machte den Sieger unter sich aus.
Klier hatte abgesagt
Das Rennen hatte für das Telekom-Team nicht unbedingt nach Wunsch begonnen. Wider Erwarten musste Andreas Klier (München), dessen Magen-Darm-Infektion noch nicht abgeklungen ist, wie am vergangenen Sonntag wieder seinen Start absagen. Genau wie der Mitfavorit und zweifache Sieger von Gent-Wevelgem, Mario Cipollini (Italien). Vorjahressieger Geert van Bondt (Belgien) war nach einem Sturz mit einer schweren Beinverletzung ausgeschieden.
Zabel hatte am Start auf die Zähne gebissen und war trotz leichter Prellungen an den Ellenbogen, ein "Andenken" aus zwei Stürzen bei der Flandern-Rundfahrt, angetreten. Bei Paris-Roubaix will Zabel - im Vorjahr war der gebürtige Berliner dort sensationell Dritter - sein Weltcup-Spitzenreiter-Trikot vom punktgleichen Gianluca Bortolami (Italien) zurückerobern.
ERGEBNISÜBERSICHT
1. George Hincapie (USA) 5:00:50 Stunden 2. Leon van Bon (Niederlande) 3. Steffen Wesemann (Wolmirstedt) 4. Arvis Piziks (Lettland) 5. Nico Mattan (Belgien) alle gleiche Zeit 6. Nico Eeckhout (Belgien) 42 Sekunden zurück 7. Chris Peers (Belgien) gleiche Zeit 8. Daniele Nardello (Italien) 1:00 Minute zurück 9. Erik Zabel (Unna) 1:15 10. Gabriele Balducci (Italien) ... 13. Romans Vainsteins (Lettland) 1:26 16. Wjatscheslaw Jekimow (Russland) 6:03
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