Snowboard-WM: Wieder nur Platz vier
zuletzt aktualisiert: 27.01.2001 - 20:15Madonna di Campiglio (dpa). Die deutschen Snowboarder gingen auch am vorletzten Tag der Snowboard-Weltmeisterschaft des Internationalen Skiverbandes (FIS) leer aus. In der Halfpipe reichte es für Xaver Hoffmann am Samstag im italienischen Madonna di Campiglio nur zum vierten Platz, den die Deutschen offenbar abonniert haben.
Schon Markus Ebner (Ingolstadt), Heidi Renoth (Berchtesgaden) und Sandra Farmand (Wuppertal) fuhren in den vergangenen Tagen knapp an der Bronzemedaille vorbei. "Ich bin heute nicht zufrieden mit mir", sagte der enttäuschte Murnauer. Jan Michaelis aus München landete als zweiter deutscher Finalist auf Rang sechs.
Einen Doppelsieg verbuchten die norwegischen Männer. Kim Christiansen siegte mit 45 Punkten vor seinem Teamkollegen Daniel Franck (40,1), dem Silbermedaillen-Gewinner von Nagano. Auf Platz drei fuhr Markus Hurme (39,5) aus Finnland. Bei den Frauen ersprang Doriane Vidal (40,4) die vierte Goldmedaille für Frankreich. Stine Brun Kjeldaas aus Norwegen landete mit 38,0 Punkten auf dem zweiten Platz vor Sari Groenholm (37,1) aus Finnland. Alle Medaillengewinner und auch die zwei Deutschen starten normalerweise für den Konkurrenz-Verband, den Internationalen Snowboardverband (ISF), die bei der FIS- WM um Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City kämpfen.
Trotz des enttäuschenden vierten Platzes rang Hoffmann dem Wettkampf noch etwas Positives ab. "Insgesamt bin ich froh, dass ich ins Finale gekommen bin und einen Quotenplatz herausgefahren habe", sagte der Einzelhandelskaufmann. Um die Quotenplätze für Olympia 2002 dreht sich in dieser Saison alles bei den Fahrern. Denn nur diese ermöglichen einer Nation die Teilnahme an den Winterspielen in Salt Lake City. Höchstens 14 Quotenplätze können die Snowboarder für ihr Land holen. Selbst qualifizieren können sich die Fahrer dann erst im kommenden Jahr.
Die deutschen Frauen beteiligten sich nicht am Kampf um Quotenplätze, sie qualifizierten sich nicht einmal fürs Finale. Die in der Schweiz lebende Sabine Wehr-Hassler, Halfpipe-Weltcup- Gewinnerin der vergangenen Saison, erreichte als beste Deutsche nur Rang zehn. Vroni Brandt aus Weilheim landete auf dem 30. Platz.
ERGEBNISÜBERSICHT
Halfpipe:
Frauen:
1. Doriane Vidal (Frankreich) 2. Stine Brun Kjeldaas (Norwegen) 3. Sari Groenholm (Finnland) 4. Fabienne Reuteler (Schweiz) 5. Minna Hesso (Finnland) 6. Lori Glazier (Kanada) .... 10. Sabine Wehr- Hasler (Märstetten)
Männer:
1. Kim Christiansen (Norwegen) 2. Daniel Franck (Norwegen) 3. Markus Hurme (Finnland) 4. Xaver Hoffmann (Murnau) 5. Iker Fernandez (Spanien) 6. Jan Michaelis (München)
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