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Kingston
Schäfer nach verpasster WM-Quali vor Aus in Jamaika

Schäfer muss bei Jamaika-Pleite auf die Tribüne
Schäfer muss bei Jamaika-Pleite auf die Tribüne FOTO: ap, MC
Kingston. Der frühere Bundesliga-Coach Winfried Schäfer steht nach dem frühzeitigen Scheitern in der Qualifikation zur Fußball-WM 2018 in Russland offenbar vor dem Aus als Nationaltrainer Jamaikas. "Das ist sehr, sehr enttäuschend. Mit dieser Zahl an Talenten nicht die letzten Sechs erreicht zu haben, stört mich und unseren Verband", sagte Verbandschef Horace Burrell dem "Jamaica Gleaner" und kündigte Konsequenzen an. Anspruch und Wirklichkeit sind mitunter etwas weiter voneinander entfernt. Es gibt durchaus auch die Stimmen, die Schäfer für seinen Einsatz mit geringen Mitteln loben.

Der 66 Jahre alte Schäfer, der am vorletzten Spieltag der ersten Gruppenphase durch ein 0:2 in Panama mit den Reggae Boyz die letzte Chance auf den Einzug in die entscheidende Runde verpasst hatte, zeigte sich kämpferisch. "Ich habe noch einen Vertrag bis 2018. Ich werde bleiben und ein neues Team aufbauen", sagte Schäfer dem "Gleaner": "Für uns geht es bald in die Qualifikation zur Karibik-Meisterschaft, und in die dürfen wir nicht mit Zweifeln starten. Wir müssen aufrecht bleiben und niemals aufgeben."

Schäfer, der zuvor bereits die Nationalmannschaften von Kamerun und Thailand trainiert hatte, hatte die Jamaikaner im Juli 2013 übernommen und mit den Karibik-Kickern 2014 die viel umjubelte Karibik-Meisterschaft gewonnen. Zur zweiten Endrunden-Teilnahme bei einer Weltmeisterschaft nach 1998 reichte es aber nicht.

Sein größter Erfolg war das Erreichen des Finales beim Gold Cup 2015, dem Kontinental-Wettbewerb von Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik. Die Schäfer-Schützlinge unterlagen Mexiko 1:3. Im Halbfinale hatten die Reggae Boyz Gastgeber USA mit Trainer Jürgen Klinsmann 2:1 bezwungen.

(sid)
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