Zittern um Grand-Prix-Finale: Winkler/Lohse nur Vierte in Moskau
zuletzt aktualisiert: 24.11.2002 - 13:45Moskau (rpo). Das Eistanzpaar Kati Winkler/Rene Lohse musste sich beim Cup of Russia in Moskau mit dem vierten Platz zufrieden geben. Nun müssen die Berliner weiter um die Teilnahme beim Grand-Prix-Finale bangen.
Die Weltmeister Irina Lobatschewa/Ilja Awerbuch gewannen vor ihren russischen Landsleuten Tatjana Nawka/Roman Kostomarow und Albena Denkowa/Maxim Stawiski (Bulgarien). "Wir haben gewusst, dass es hier schwer werden würde", sagte Kati Winkler am Sonntag nach der Kür. Von Moskau fliegen die beiden nun weiter nach Japan, wo sie am kommenden Wochenende noch einmal alles geben müssen.
Dass es in der russischen Metropole für die vierfachen deutschen Meister schwer werden würde, war absehbar. "Wir sind hier gegen Wände gelaufen", meinte die 28-Jährige. Der starke russische Verband setzte sich hinter den Kulissen stark für zweite russische Paar (Nawka/Kostomarow) ein. Zuvor hatten die Russen Winkler/Lohse noch nie geschlagen. Die in Oberstdorf lebenden Winkler/Lohse setzen nun darauf, dass der Heimvorteil spätestens bei der Europameisterschaft im Januar in Malmö wegfällt. Die Geschwister Stefanie und Thomas Rauer (Essen) wurden Neunte.
Aufhorchen ließ der Wahl-Münchner Andrejs Vlascenko. Der gebürtige Russe begeisterte in der Kür, stand die Kombination Dreifach- Axel/Dreifach-Toeloop und wurde Vierter. "Wir haben die Zeit seit dem Grand Prix in Gelsenkirchen gut genutzt und viel gearbeitet", meinte der vierfache deutsche Meister zufrieden.
Das Feld dominierte der favorisierte Olympia-Zweite Ewgeni Pluschenko (Russland), der mit der Kombination Vierfach- Toeloop/Dreifach-Toeloop/Dreifach-Rittberger eine Weltpremiere zeigte und sogar die Traumnote 6,0 für seine Technik bekam. Chengjiang Li (China) wurde Zweiter vor dem Russen Alexander Abt.
Weltmeisterin Irina Slutskaja (Russland) musste sich in der Kür überraschend ihrer Teamkameradin Viktoria Woltschkowa und der Amerikanerin Sasha Cohen geschlagen geben. Slutskaja sprang einige Elemente nur doppelt statt dreifach. Susanne Stadlmüller (Oberstdorf) fiel nach einer schwachen Kür vom achten auf den zehnten Rang zurück.
Den Paarlauf-Sieg sicherten sich die Weltmeister Xue Shen/Hongbo Zhao. Die Chinesen freuten sich über die erste 6,0 in ihrer Karriere, die ihnen ein Preisrichter in der B-Note zuerkannte.
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