Telekom-Fahrer jetzt auf Platz 2: Winokurow holte Etappensieg
zuletzt aktualisiert: 22.06.2001 - 18:46Wildhaus (rpo). Vor der "Königsetappe" der 65. Tour de Suisse am (morgigen) Samstag haben sich die Favoriten in der Spitzengruppe auf engstem Raum formiert. Die erste Bergprüfung auf der 4. Etappe von Baar nach Wildhaus über 144 km entschied am Freitag Telekom-Fahrer Alexander Winokurow für sich.
Der Kasache schob sich damit dicht an den in der Gesamtwertung führenden Italiener Gianluca Bartolami heran. Auch die anderen Favoriten um Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong kamen in der Spitzengruppe ins Ziel.
"Es war eine schwere Etappe, aber kurz vor dem Ziel habe ich gedacht: Jetzt könnte es reichen", meinte Winokurow zu seinem entscheidenden Vorstoß aus einer etwa 30 Fahrer starken Spitzengruppe rund 3 km vor dem Ziel. Bis zur Attacke des Kasachen hatten sich die Bergspezialisten erfolgreich belauert und nur dem Tandem Christian Heule (Schweiz) und Rob McEwan (Australien) zeitweilig einen Vorsprung von fast fünf Minuten überlassen.
Auf dem letzten Anstieg zersplitterte das Feld, aber in der führenden Gruppe waren weiter alle in der Gesamtwertung mit vorn liegenden Aktiven vertreten. Ein Vorstoß des österreichischen Bergspezialisten Georg Totschnigg war nicht von Erfolg gekrönt. Erst Winokurow erwischte den richtigen Moment und gewann die Etappe vor Gilberto Simoni (Italien) und Laurent Jalabert (Frankreich).
Die 5. Etappe führt am Samstag von Widnau auf den 2091 m hohen Gotthard über 221 km.
Ergebnisse der Tour de Suisse
Wildhaus (144 km): 1. Alexander Winokurow (Kasachstan) 3:39:15 Stunden; 2. Gilberto Simoni (Italien) 9 Sekunden zurück; 3. Laurent Jalabert (Frankreich) gleiche Zeit; 4. Oscar Camenzind (Schweiz) 12; 5. Davide Rebellin (Italien); 6. Stefano Garzelli (Italien); 7. Juan Manuel Garate (Spanien); 8. Wladimir Belli (Italien), 9. Inigo Cuesta Lopez (Spanien); 10. Manuel Beltran Martinez (Spanien); 11. Lance Armstrong (USA) alle gleiche Zeit; Gesamtklassement: 1. Gianluca Bortolami (Italien) 12:04:56 Stunden; 2. Alexander Winokurow (Kasachstan) 14 Sekunden zurück; 3. Peter Wrolich (Österreich) 15; 4. Laurent Jalabert (Frankreich) 24; 5. Lance Armstrong (USA) 26; 6. Beat Zberg (Schweiz) 32
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