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Reif für Olympiasieg?
Savchenko/Massot laufen die beste Kür ihrer Karriere

Savchenko/Massot glänzen beim Grand-Prix-Finale 2017
Savchenko/Massot glänzen beim Grand-Prix-Finale 2017 FOTO: rtr, KKH/ATA
Nagoya . Mit ihrem Sieg beim Grand-Prix-Finale in Nagoya haben die Oberstdorfer Paarläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot den bislang größten Erfolg ihrer gemeinsamen Karriere gefeiert und ihre Hoffnungen auf den Olympiasieg geschürt.

Die Konkurrenz deutlich distanziert und den Anspruch auf den Olympiasieg untermauert: Mit der bislang besten Kür ihrer Karriere sind die Paarläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot für die Winterspiele im Februar in Pyeongchang in die Favoritenrolle geschlüpft.

Die beiden Oberstdorfer gewannen das Grand-Prix-Finale in Nagoya mit einem fulminanten Programm und rissen ihre vielen japanischen Fans zu Beifallsstürmen hin. Sogar die aktuellen Weltmeister Sui Wenjing und Han Cong aus China sowie die ehemaligen WM-Goldmedaillengewinner Meagan Duhamel und Eric Radford (Kanada) waren letztlich weitgehend chancenlos.

Lediglich den dreifachen Wurf-Salchow konnte die fünfmalige Weltmeisterin nicht ganz sauber landen. Dennoch reichte es mit insgesamt 236,68 Punkten zu einer persönlichen Bestleistung. Auch weil die von der lebenden englischen Eistanzlegende Christopher Dean choreographierte Kür zur Filmmusik der Natur-Doku "Die Welt von oben" künstlerisch voll überzeugte.

"Wir hatten die Chinesen beobachtet und wussten, dass es ganz schwer für uns wird. Aber es hat sich für uns wie eine olympische Generalprobe angefühlt, und wir sind stolz darauf, dass wir unser Bestes geben konnten", sagte Massot, der erst vor zehn Tagen seinen deutschen Pass und damit seine olympische Startberechtigung für Deutschland erhalten hatte.

Erster großer Titel für Savchenko mit Massot

Für die Wahl-Allgäuer war es der erste gemeinsame Sieg bei einem großen internationalen Championat. Bei den Welt- und Europameisterschaften des vor-olympischen Winters hatten sich Savchenko/Massot jeweils mit dem zweiten Platz begnügen müssen.

Nach dem bislang größten Triumph seiner Laufbahn legte Massor Wert darauf, schnell wieder zur Tagesordnung zurückzukehren: "Jetzt ist ganz wichtig, dass wir wieder ein bisschen runterkommen und diesen Sieg wirklich realisieren. Dann werden wir ganz normal weitertrainieren."

Bereits am kommenden Wochenende gehen die Schützlinge von Trainer Alexander König bei den deutschen Meisterschaften in Frankfurt/Main erneut aufs Eis. Letzter Härtetest vor den Winterspielen in Südkorea im Februar sind Mitte Januar die Europameisterschaften in Moskau.

Im Eistanz ging der Sieg an die französischen Weltmeister Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron. Den Europameistern am nächsten kamen Tessa Virtue und Scott Moir aus Kanada, Olympiasieger von Vancouver 2010, sowie Maia und Alex Shibutani (USA).

(sid)
 
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