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Eisschnelllauf-Olympiasiegerin
Claudia Pechstein startet privaten Spendenaufruf

Die erfolgreichsten deutschen Sportler
Die erfolgreichsten deutschen Sportler FOTO: dpa, Hannibal Hanschke
Köln. Claudia Pechstein hat einen Spendenaufruf in eigener Sache gestartet. Zwei Tage, nachdem sie in einem Interview schwere finanzielle Probleme eingestanden hatte, bat sie nun auf ihrer Website (www.claudia-pechstein.de) und in sozialen Medien auch direkt um Unterstützung.

"Bei jedem, der einen kleinen Beitrag leistet, möchte ich mich schon jetzt ganz herzlich bedanken. Und ganz wichtig: Bitte spendet nur so viel, wie ihr Euch auch wirklich leisten könnt", schrieb Pechstein: "Ich möchte nicht, dass Ihr Euch meinetwegen übernehmt und selbst in Schwierigkeiten geratet. Das ist mir wirklich sehr wichtig!"

Die Hilfe und der Zuspruch, der ihr nach ihrem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) bereits zugetragen wurde, hätten sie "überwältigt", schrieb die 43-Jährige: "Auf den verschiedensten Wegen haben mich Hunderte von Nachrichten erreicht. Ganz lieben Dank an alle, die mir Mut zugesprochen oder sogar finanzielle Unterstützung angeboten haben. Das hat mich völlig umgehauen."

Sie versprach jedem Spender, das Geld zurückzubezahlen, "sobald ich vor dem BGH gewonnen habe und die Betrüger von der ISU mir die Kosten für meinen Anwalt erstatten mussten".

Pechstein bekam auch unmittelbar Unterstützung aus dem Athleten-Lager. So postete etwa die Erfurter Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel bei Twitter: "Helft Claudia Pechstein, uns Sportlern zu helfen! Ich werde ihr auch eine Unterstützung zukommen lassen."

Pechstein benötigt nach eigener Darstellung 70.000 Euro an Anwaltskosten für die nächste Instanz (Bundesgerichtshof) im Prozess gegen den Eislauf-Weltverband ISU. Wegen Verdienstausfällen im Zuge der durch die ISU verhängten zweijährigen Dopingsperre fordert Pechstein 4,4 Millionen Euro Schadenersatz.

(sid)
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