Ausgerechnet bei der Generalprobe für den ersten Höhepunkt der Saison ist die Superserie von Jenny Wolf gerissen.
Nach 26 Siegen, vier zweiten Plätzen und einem dritten Rang in den vergangenen 31 Rennen stürzte die Berlinerin beim Eisschnelllauf-Weltcup in Nagano im zweiten 500-m-Lauf.
In 10,34 Sekunden auf den ersten 100 m hatte Wolf die Konkurrenz erneut im Griff gehabt, als ihr das Missgeschick unterlief.
Ausgangs der ersten Kurve touchierte ihre linke Kufe den rechten Schuh, sie stürzte und rutschte mit etwa 40 km/h in die Bande.
Der Aufprall wurde durch die Bande abgefedert.
Dennoch, ohne Schmerzen kam sie nicht davon.
Erst nach einigen Metern Rutschpartie blieb Wolf liegen
Sie rappelte sich auf und lief noch ins Ziel, um sich als letzte der A-Gruppe noch fünf Weltcup-Punkte zu sichern. "Mir geht's gut. Ich habe geübt, bei Stürzen schnell zu reagieren", meinte sie und gab schnell Entwarnung.
Doch Wolf nahm's locker, auch weil sie im eher unwichtigen 100-m-Rennen zum Abschluss der Wettkämpfe noch ihren 34. Weltcup-Sieg verbuchte. "Das passiert, da bleibt nichts hängen. Ich habe schon so viele Stürze in meiner Karriere erlebt - damit kann ich umgehen."