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Spannungen mit Russland
Türkische Eistänzer mussten Moskau verlassen

Eiskunstlauf-EM: Türkisches Paar muss Russland verlassen
Alisa Agafonova und Alper Ucar haben Moskau verlassen. FOTO: ap
Bratislava. Die politischen Spannungen zwischen Russland und der Türkei haben auch Auswirkungen auf das türkische Eistanzpaar Alisa Agafonova und Alper Ucar.

Wegen der Spannungen zwischen den beiden Ländern nach dem Abschuss einer russischen Militärmaschine durch die Türkei Ende November mussten die ersten türkischen Olympia-Teilnehmer in der Disziplin ihren Trainer Alexander Schulin in Moskau verlassen.

"Es ist sehr schade, unsere Ergebnisse haben sich so stark verbessert, seitdem wir mit ihm arbeiteten. Unglücklicherweise hat sich durch diesen Flugzeugabsturz alles für uns geändert", erzählte der 31 Jahre alte Ucar bei den Europameisterschaften in Bratislava.

Das türkische Sportministerium ordnete den Abschied Ende des Jahres aus der russischen Hauptstadt an. "Es ging auch nicht mehr, wir hätten jeden Monat ein neues Visum benötigt", berichtet die 25 Jahre alte gebürtige Ukrainerin Agafonova.

Das Paar zog daraufhin kurzfristig nach Detroit um, wo die russische Startrainerin Angelika Krylowa sie betreute. Bei der EM sind Agafonova/Ucar vor der Kür am Samstag Zwölfte, einen Platz besser als die Oberstdorfer Kavita Lorenz/Panagiotis Polizoakis.

(seeg/dpa)
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