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Skeleton-WM in St. Moritz: Kleber enttäuschender Zehnter

zuletzt aktualisiert: 27.01.2007 - 20:08

St. Moritz (RPO). Nur einen Tag nach der Pleite der deutschen Frauen hat auch Frank Kleber bei der Skeleton-WM in St. Moritz mit einem enttäuschenden zehnten Rang eine Medaille klar verpasst. Der Münchner leistete sich im Finallauf einen kapitalen Schnitzer, nachdem er zuvor als Fünftplatzierter noch in Richtung Bronze geschielt hatte. Der Olympiadritte Gregor Stähli gewann unterdessen seinen zweiten Titel nach 1994. Der Schweizer setzte sich vor den US-Amerikanern Eric Bernotas (1,58 Sekunden zurück) und Zach Lund durch (1,71).

Frank Kleber blieb hinter den Erwartungen zurück.  Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA, AFP
Frank Kleber blieb hinter den Erwartungen zurück. Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA, AFP

"Natürlich bin ich enttäuscht. Ich weiß noch nicht, ob ich nach dieser Saison weitermache", sagte Kleber und weinte. Der 25-Jährige war 4,15 Sekunden langsamer als Stähli, zum Podestplatz fehlten ihm rund zweieinhalb Sekunden. Neu-Bundestrainer Bernhard Lehmann meinte: "Wir sind bei dieser WM unter Wert geschlagen worden, das ist nicht zufriedenstellend."

Am Donnerstag steht für Halbprofi Kleber genau wie für Monique Riekewald (Oberhof) der Team-Wettbewerb mit den Bob-Kollegen auf dem Programm. Bundestrainer Bernhard Lehmann meinte zum insgesamt schwachen Abschneiden: "Das war Kopfsache." Das galt für Kleber im doppelten Sinne, denn dieser hatte den Kopf am Start des letzten Laufes zu früh nach unten genommen und stieß in der ersten Kurve an.

Das deutsche Frauen-Trio hatte zuvor für das schlechteste Abschneiden in der Verbandsgeschichte gesorgt. Riekewald war beim Titelgewinn der US-Amerikanerin Noelle Pikus-Pace als 14. noch die Beste gewesen. Die WM 2008 findet in Altenberg statt, Ziel der jungen Mannschaft ist eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver.

Kleber, der 2004 am heimischen Königssee schon einmal WM-Bronze geholt hatte, stellte im dritten Durchgang noch einen persönlichen Geschwindigkeitsrekord auf. Mit 135,8 Kilometer pro Stunde raste er durch die Natureisrinne. Da lag er knapp eine Sekunde hinter Bronze. Das Material sei keinesfalls verantwortlich für den Abstand zur Weltspitze, meinte er: "Ich habe ein Top-Gerät. "


STATISTIK:

Skeleton, Weltmeisterschaften in St. Moritz, Männer, Endstand nach vier Läufen:

1. Gregor Stähli (Schweiz) 4:36,26 Minuten (1:09,59+1:09,56+1: 08,91+1:08,20), 2. Eric Bernotas 1,58 Sekunden zurück (1:09,75+1:10, 02+1:08,79+1:09,28), 3. Zach Lund (beide USA) 1,71 (1:09,94+1:09, 99+1:09,02+1:09,02), 4. Markus Penz (Österreich) 1,90 (1:10,35+1:10, 28+1:08,76+1:08,77), 5. Alexander Tretjakow (Russland) 3,12 (1:10, 14+1:10,60+1:09,78+1:08,86), 6. Martins Dukurs (Lettland) 3,35 (1: 10,61+1:09,79+1:09,56+1:09,65), ... 10. Frank Kleber (München) 4,15 (1:10,16+1:10,39+1:09,33+1:10,53).

Quelle: sid

 
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