| 15.03 Uhr

Snowboarderin
Kober denkt nach erneuter Knie-OP über Karriereende nach

Straubing. Snowboarderin Amelie Kober ist erneut am rechten Knie operiert worden und hat sich deswegen ernsthaft mit einem Karriereende beschäftigt. "Ich habe mir das erste Mal in meinem Leben Gedanken gemacht, wie es ist, wenn es nicht mehr wird. Das war schon sehr lehrreich. An Leistungssport habe ich bis nach der OP gar nicht gedacht", sagte die zweimalige Olympiamedaillengewinnerin der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Einen Tag nach ihrem 28. Geburtstag war die Operation am Dienstag schon der dritte Eingriff infolge ihres Kreuzbandrisses aus dem Sommer. "Jetzt hat man festgestellt, dass eine Schraube raus steht und auf jeden Fall rausoperiert werden muss", berichtete Kober. Wann sie wieder Rennen fahren kann, ist offen. "Ich muss jetzt wieder in die Reha und wieder Dinge neu lernen, vor allem die Streckung. Es gibt noch einen Haufen Defizite, bis ich wieder Snowboarden kann. Eine Prognose gibt es gar keine", sagte sie. "Von außen rechnet man mit Monaten, ich rechne eher in Wochen." Sorgen um ein frühzeitiges Karriereende mache sie sich keine mehr. "Die Angst war schon da. Zwischendurch auch recht groß. Aber jetzt habe ich eigentlich wieder Mut gefasst und bin motiviert", sagte Kober. "Ich habe in diesem Sommer so viel gearbeitet und trainiert wie noch nie zuvor in meinem Leben. Bis auf das Bein bin ich auch so fit wie noch nie. Das kann ja nicht alles umsonst gewesen sein."

(dpa)
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