Eiskunstlauf-EM in Zagreb: Kostner verteidigt EM-Titel
zuletzt aktualisiert: 26.01.2008 - 17:08Zagreb (RPO). Carolina Kostner ihren Titel in der Damen-Konkurrenz der Eiskunstlauf EM in Zagreb erfolgreich verteidigt. Damit machte sie ihren deutschen Trainer Michael Huth zum erfolgreichsten Coach der Veranstaltung. 48 Stunden nach dem Triumph des Huth-Schützlings Tomas Verner aus Tschechien bei den Herren setzte Kostner vor 4000 Zuschauern einen glanzvollen Schlusspunkt.
Die ebenfalls in Oberstdorf trainierende Annette Dytrt hingegen landete nach einer schwachen Kürleistung mit 132,95 Punkten nur auf dem zwölften Platz.
Kostner hingegen präsentierte sich in einem rosafarbenen Tüllkleid nervenstark und ließ sich ihre Führung mit 171,28 Punkten nach dem Kurzprogramm nicht mehr nehmen. Silber und Bronze gingen an Sarah Meier aus der Schweiz (169,44) und die Finnin Laura Lepisto (165,65).
Perfekt war aber auch die Vorstellung der knapp 21 Jahre alten Italienerin nicht. Sie blieb zwar sturzfrei, musste aber zwei Höchstschwierigkeiten auslassen. Dennoch avancierte sie in der kroatischen Hauptstadt zum Publikumsliebling und wurde mit Blumen und Stofftieren geradezu beworfen. "Die Leistung war gut, ich war voller Selbstvertrauen, jetzt kann ich entspannen", sagte Kostner.
Viel schlechter lief es für die viermalige deutsche Meisterin Dytrt, die durch ihre Nervosität und durch ihren fehlenden Kampfgeist bei Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU), für große Verärgerung sorgte: "Ich bin richtig wütend, Annette hat viele Punkte unnötig verschenkt." Da der angepeilte Rang zehn verfehlt wurde, darf die DEU auch zu den europäischen Titelkämpfen 2009 in Helsinki nur eine Läuferin entsenden.
Mangels nationaler Konkurrenz wird die gebürtige Tschechin aber auch bei der WM in März in Göteborg die deutschen Farben vertreten. "Ich habe gekämpft, aber meine Beine waren schwer", kommentierte die Blondine ihr enttäuschendes Abschneiden. Die 24-Jährige kann von Glück sagen, dass die beiden derzeit besten deutschen Läuferinnen - Sarah Hecken aus Mannheim und die Dortmunderin Isabel Drescher für internationale Championate noch zu jung sind.
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