Eisschnellläufer streiten mit ARD: Pechsteins Team verlangt Entschuldigung
zuletzt aktualisiert: 11.02.2012 - 18:22Erfurt (RPO). Die Athleten der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft fordern von ARD und Sportschau in der Erfurter Doping-Affäre öffentlich eine Entschuldigung. Sie erhielten bei ihrem Vorstoß gleich einen Dämpfer durch DOSB-Präsident Thomas Bach. Derweil sorgte das Lager von Claudia Pechstein für einen Eklat. Auslöser war ein offener Brief der Athleten der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), in dem die Sportler ARD und Sportschau wegen der Berichterstattung in dem umstrittenen Fall des Erfurter Arztes Andreas Franke heftig kritisierten und zu einer "angemessene Entschuldigung" aufforderten. Eine Reaktion der ARD blieb zunächst aus. Bei ihrem Vorstoß erhielten die Sportler allerdings direkt einen Dämpfer durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). In den vergangenen Tagen hatte sich bereits die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein, die nach Sportschau-Informationen Patientin von Franke gewesen sein soll, vehement gegen die Berichterstattung gewehrt. Vor Beginn des Weltcups in Hamar kam es dann zu einem Eklat. Beim Versuch der ARD, ein Interview mit Bundestrainer Stephan Gneupel zu führen, wurden die Journalisten von einer Person aus Pechsteins Umfeld verbal lautstark attackiert und angeblich auch bedroht. Die ARD zeigte Bilder von einem sichtlich irritierten Gneupel, im Hintergrund war die laute Stimme des Mannes zu hören, der das ARD-Team anging.
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