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Biathlon
Gössner fühlt sich wieder frisch "wie ein junges Reh"

Porträt: Das ist Miriam Gössner
Porträt: Das ist Miriam Gössner FOTO: dpa, Andreas Gebert
Hochfilzen. Biathletin Miriam Gössner strahlt, nach monatelanger Leidenszeit kann die dreimalige Weltcupsiegerin (fast) beschwerdefrei wieder angreifen. Für Rückkehrerin Laura Dahlmeier sind Platzierungen beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen hingegen eher zweitrangig.

"Für das, was bisher war, fühle ich mich wie ein junges Reh", sagte die 25-Jährige am Donnerstag im Vorfeld des Weltcups in Hochfilzen/Österreich: "Ich fühle mich, so wie es gerade ist, echt super."

Gössner, lange Zeit als potenzielle Nachfolgerin von Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner gehandelt, hatte bei einem Mountainbike-Unfall im Frühjahr 2013 in Norwegen mehrere Wirbelbrüche erlitten und danach unter anderem ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi absagen müssen. Auch heute spürt sie ihren Rücken hin und wieder, bezeichnet ihn lapidar als "meine Schwachstelle. Aber die hat ja jeder, und ich will mich gar nicht beschweren."

Ohnehin will Gössner nach vorne blicken, der Weltcup-Auftakt in der vergangenen Woche im schwedischen Östersund machte da schon Mut. "Ich denke, ich bin da, wo ich sein sollte", sagte die Garmischerin über ihren aktuellen Leistungsstand: "Ich habe das ganze Jahr gut trainiert."

Für den Sprint am Freitag über 7,5 km (11.30 Uhr/ARD und Eurosport) rechnet sich die Blondine gute Chancen aus - auch, weil sie in Östersund im Kurzrennen nur zwei Fehler schoss. "Ich finde, das war recht ordentlich. Bei normalen Bedingungen kann ich mit zwei Fehlern im Sprint ganz vorne mitlaufen", sagte Gössner.

Für Dahlmeier zählt der olympische Gedanke

Für Rückkehrerin Laura Dahlmeier (Partenkirchen) sind Platzierungen beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen unterdessen zweitrangig. "Ich möchte einfach Spaß haben und 100 Prozent geben. Wichtig ist für mich, dass ich ein gutes Rennen mache", sagte die 22-Jährige am Donnerstag.

Die Staffel-Weltmeisterin, die wegen mehrerer grippaler Infekte den Auftakt in Östersund verpasst hatte, fühlt sich "soweit ganz fit". Ob sie allerdings schon wieder bei 100 Prozent ist, wisse sie nicht. "Und das", sagte Dahlmeier, "ist nötig, um ganz vorne mitmischen zu können."

Ein gutes Omen ist vielleicht tatsächlich, dass sie zu Saisonbeginn aussetzen musste. Das gleiche Schicksal hatte sie im vergangenen Jahr wegen einer Knöchelverletzung ereilt - bei ihrem Weltcup-Debüt 2014 in Pokljuka glänzte sie dann mit drei Top-Ten-Resultaten. "Vielleicht brauche ich das ja", scherzte Dahlmeier: "Aber im ernst: Wenn es zur WM hin wieder bergauf geht, ist das sowieso vergessen."

Jetzt ist sie erst einmal froh, wieder im Weltcup-Tross des Deutschen Skiverbandes (DSV) vertreten zu sein. "Mit der Biathlon-Familie zusammen zu sein, das ist einfach total schön", sagte die Verfolgungs-Vizeweltmeisterin.

(sid/cb)
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