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Biathlon-Weltmeisterin
Dahlmeier: "Es war ein perfekter Tag"

Biathlon-WM: Laura Dahlmeier holt Gold in der Verfolgung
Biathlon-WM: Laura Dahlmeier holt Gold in der Verfolgung FOTO: dpa, hsc hpl
Oslo. Laura Dahlmeier gehört jetzt zur Gilde der Biathlon-Weltmeisterinnen. Mit Gold in der Verfolgung von Oslo schrieb sie das erste Kapitel einer vielleicht großen Karriere. Obwohl erst 22 Jahre alt, ist sie schon so abgezockt wie eine ganz Große.

Vor einer Woche noch krank im Bett, jetzt Biathlon-Weltmeisterin: Laura Dahlmeier hat sich mit dem ersten großen WM-Einzeltitel einen Kindheitstraum erfüllt. Damit holte die 22-Jährige nach Bronze im Sprint die zweite Medaille bei dieser WM.

Wie fühlt sich der erste große Einzeltitel an?

Laura Dahlmeier Es war ein perfekter Tag für mich und ein perfektes Rennen. Ein Kindheitstraum ist wahr geworden. Aber ich glaube, ich werde erst später richtig realisieren, was mir da gelungen ist. Mein Ziel war eine Medaille. Bronze im Sprint habe ich noch mal getoppt. Das ist einfach cool.

Wie ging es Ihnen vor dem entscheidenden Schießen?

Dahlmeier Ich war heute nicht aufgeregt oder nervös, mir kam es eher vor wie beim Training. Ich habe gewusst, ich muss einfach ruhig bleiben. Beim letzten Schießen habe einfach versucht, mir einzureden: Du stehst da jetzt allein am Schießstand wie im Sommer, beim ganz normalen Training. Es interessiert gar keinen. Als die ersten Scheibe fiel, hab ich gedacht: Ja, ich kann das. Die zweite fiel, die dritte auch und dann habe ich gewusst, es kann gar nichts mehr schiefgehen.

Sie durften als erste deutsche Weltmeisterin in Oslo überhaupt zum norwegischen König Harald V. Wie war die Audienz?

Dahlmeier Als ich früher Biathlon mit meinen Eltern im Fernsehen gesehen habe, war das schon immer eine Motivation. Meine Eltern haben zu mir gesagt, wenn du dich anstrengst, dann schaffst du es auch zum König. Heute ist der Traum in Erfüllung gegangen. Es war das erste Mal, dass ich einem König die Hand gegeben habe, und es war eine große Ehre. Er ist ein normaler Mensch. Seine Schwester war da, wir haben gemeinsam ein Foto gemacht und den Ausblick genossen. Das waren wirklich schöne fünf Minuten. Und er hat mich gefragt, ob ich noch mehr Medaillen gewinnen werde. Versprochen habe ich es ihm nicht.

(dpa)
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