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Mit Zuversicht nach Oberhof
Für die Biathleten startet die heiße Phase
Chronologie: die größten Erfolge von Magdalena Neuner
Chronologie: die größten Erfolge von Magdalena Neuner FOTO: AFP
Oberhof. Beim Heimspiel in Oberhof wollen die deutschen Biathleten ihre Erfolgsserie fortsetzen. Das erste Rennen im neuen Jahr läutet die heiße Phase des WM-Winters ein.

Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner und der dreimalige Olympiasieger Michael Greis sind verabschiedet, die kurze Verschnaufpause ist beendet: Hochmotiviert und voller Tatendrang greifen die deutschen Biathleten beim Weltcup wieder ins Geschehen ein – unterstützt von rund 20.000 begeisterten Fans pro Tag. Denn auch in diesem Jahr läutet das Heimspiel im Thüringer Wald die heiße Phase des WM-Winters ein.

"Die Rennen in Oberhof sind für uns natürlich immer ganz besondere Wettkämpfe. Entsprechend motiviert und engagiert hat sich die Mannschaft in den vergangenen Tagen vorbereitet", versicherte Bundestrainer Uwe Müssiggang vor den Staffel-Rennen der Frauen und Männer im Flutlicht am Donnerstag und Freitag. Die Wettbewerbe am traditionsreichen Rennsteig bilden dabei nicht nur den Auftakt im neuen Jahr, sondern eröffnen gleichzeitig das zweite Weltcup-Drittel, in dem die DSV-Skijäger sich auf die WM im tschechischen Nove Mesto (7. bis 17. Februar) einstellen können.

Dabei vertraut Müssiggang größtenteils dem Erfolgsteam von Pokljuka, das beim vergangenen Weltcup in Person von Andreas Birnbacher und Miriam Gössner zu zwei Siegen gestürmt war. "Zielsetzung in Oberhof ist es natürlich, wieder in möglichst jedem Rennen um die Podestplätze mitzukämpfen", sagte Müssiggang. Eine durchaus realistische Einschätzung, denn mit den traditionell schwierigen Bedingungen in Thüringen waren seine Athleten in der Vergangenheit stets gut zurechtgekommen.

Henkel mit grippalen Infekt

Neben der neuen Siegläuferin Gössner dürfte eigentlich auch Andrea Henkel mit einem guten Gefühl zum Weltcup unweit ihres Vereins aus Großbreitenbach reisen. "In Oberhof bin ich seit 2007 jedes Jahr auf dem Podest gestanden. Ich hoffe natürlich, dass diese Serie auch heuer nicht reißt", sagte die 35-Jährige. Allerdings bereitet ihr derzeit ein grippaler Infekt Probleme – der Start bei der Staffel wurde schon abgesagt, das Sprint-Rennen steht auch auf der Kippe.

Zudem ist der DSV-Kader verkleiner worden, denn Quereinsteigerin Evi Sachenbacher-Stehle, die zuletzt den sechsten Startplatz erhalten und in Pokljuka ihr Weltcupdebüt gefeiert hatte, wird im Stadion am Grenzadler fehlen. Die Doppel-Olympiasiegerin im Langlauf soll vorerst wieder in den unterklassigen Rennen Wettkampfpraxis sammeln, ehe sie auf die große Bühne zurückkehrt.

Bei den Männern ruhen die Hoffnungen auch wegen seiner in dieser Saison konstant guten Leistungen erneut auf Birnbacher. Zwei Siege, ein zweiter Platz und Rang drei im Gesamtweltcup versprechen auch für das Heimspiel gute Resultate.

"Wenn ich mich alleine auf die WM konzentrieren würde, hätte ich am ehesten den Weltcup in Oberhof auslassen müssen. Aber das kann und will ich natürlich nicht, obwohl die Strecken dort nicht unbedingt zu meinen Lieblingsstrecken zählen", sagte der 31-Jährige.
Dafür sei das Publikum in der Arena "der Wahnsinn".

Außerdem tankte Birnbacher über Weihnachten auf seine ganz persönliche Art und Weise zusätzliches Selbstvertrauen. "Zum Abschalten bin ich vor Weihnachten gemeinsam mit meinem Bruder noch einen Tag zum Fischen gegangen und habe zwölf Forellen gefangen", sagte er stolz.

Quelle: sid/can
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