Wir haben die Stimmen zum überraschenden Rücktritt gesammelt.
Hans-Jörg Zahler (Bürgermeister Wallgau): "Wer Magdalena kennt, weiß, dass sie auch ohne den ganzen Rummel leben kann. Ich habe es nicht vorher gewusst, aber ich habe so etwas auch nie ausgeschlossen. Ich rechne allerdings mit einer großen Nachhaltigkeit ihrer Wirkung für Wallgau, ihre Bekanntheit wird nicht nachlassen."
Emil Hegle Svendsen: "Sie ist eigentlich noch zu jung, um aufzuhören. Aber wenn man keine Motivation mehr hat, sollte man es machen."
Frank Luck (Ex-Biathlet): "Das deutsche Biathlon hat eine große Figur, die weit über die Grenzen hinaus gestrahlt hat verloren."
Arnd Peiffer (Sprint-Weltmeister): "Hat alles erreicht, was man im Biathlon erreichen kann. Bei ihr ist die Ausgangslage anders.
Wenn man keinen Spaß mehr daran hat, in der Welt herumzureisen, dann sollte man etwas anderes machen."
Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): "Ich ziehe den Hut davor, wie sie es immer wieder schaffte, bei Großereignissen auf den Punkt fit zu sein. Sie ist eine Sympathieträgerin und ein großes Vorbild im deutschen Sport. Vor ihrer heute getroffenen persönlichen Entscheidung haben wir großen Respekt."
Gerald Hönig (Frauen-Bundestrainer): "Wir verlieren eine Athletin, die nicht zu ersetzen ist. Das ist natürlich ein schwerer Schlag für uns, aber wir müssen das akzeptieren. Magdalena hat alles erreicht und nun andere Ziele. Für unsere Mannschaft gibt es keinen Ersatz. Wir müssen nun versuchen vor den Olympischen Spielen in Sotschi Athletinnen zu entwickeln, die dort konkurrenzfähig sind, aber zu ersetzen ist Magdalena nicht."
Alfons Hörmann (Präsident des Deutschen Skiverbands): "Lena ist nicht nur eine der erfolgreichsten Sportlerinnen, sondern gleichzeitig auch eine der sympathischsten und beliebtesten Athletinnen Deutschlands. Deshalb bedauern wir natürlich, dass sie nur noch dieses eine Jahr aktiv sein wird. Lena hat so viel für ihre Sportart und den Deutschen Skiverband geleistet, dass es für uns selbstverständlich ist, sie auch bei ihrer weiteren Lebensplanung bestmöglich zu unterstützen. Wir werden ihr beim DSV auch in Zukunft alle Türen offen halten. Zuvor freuen wir uns aber erst einmal alle gemeinsam mit Lena auf die nächsten Weltcup-Rennen. Und nicht zu vergessen: Auf eine hoffentlich erfolgreiche Heim-WM in Ruhpolding.
Das wäre dann mit Sicherheit das absolute i-Tüpfelchen auf eine beispiellose Karriere."
Thomas Pfüller (Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes): "Wir haben bereits vor einigen Tagen ein ausführliches Gespräch mit Lena geführt, in dem sie uns ihre Beweggründe geschildert hat. Natürlich bedauern wir ihre Entscheidung. Lena ist ganz einfach eines der ganz großen Aushängeschilder für unseren Verband und den gesamten Biathlon-Sport. Es ist klar, dass wir die Lücke, die sie nach dieser Saison hinterlassen wird, nur sehr schwer schließen können. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir erst vor gut einem Jahr einen Generationswechsel im Biathlon-Team verkraften mussten. Aber selbstverständlich akzeptieren wir auch, wenn eine so erfolgreiche Sportlerin nun andere Lebensziele verfolgt."
Michael Greis (dreimaliger Olympiasieger): "Hat ja immer schon gesagt, dass sie Biathlon nicht ewig machen will. Es ist eigentlich schade, weil sie die Person ist die das in Deutschland hochhält, die Strahlefrau sozusagen."