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"Es geht bergauf"
Gössner: Bald zurück in der Weltspitze?

Porträt: Das ist Miriam Gössner
Porträt: Das ist Miriam Gössner FOTO: dpa, Andreas Gebert
Miriam Gössner kommt früh in der Biathlon-Saison schon langsam wieder in Fahrt. Bei der zweimaligen Weltmeisterin ist trotzdem weiter Geduld gefragt.

Miriam Gössner verabschiedete sich am Montag mit einem richtig guten Gefühl aus Schweden. "Es geht bergauf. In kleinen Schritten, aber es geht bergauf", sagte die 25-Jährige nach dem ersten Biathlon-Weltcup des Winters in Östersund und strahlte. Auf dem beschwerlichen Weg zurück in die Weltspitze macht die zweimalige Staffel-Weltmeisterin kontinuierlich Fortschritte, sieht aber auch noch viel Arbeit vor sich.

"Ich will über die Wettkämpfe in Form kommen und ich hoffe, dass es jetzt in Hochfilzen wieder noch ein bisschen besser geht", sagte die Garmischerin mit Blick auf die Rennen ab Freitag in Österreich. Durch den elften Platz in der Verfolgung am Sonntag - ihrem besten Weltcup-Resultat seit zweieinhalb Jahren - erfüllte Gössner immerhin schon früh die halbe Norm für die WM in Oslo/Norwegen (3. bis 13. März).

Beim Saison-Highlight am Holmenkollen in der Heimat ihrer Mutter dabei zu sein, ist das große Ziel der dreimaligen Weltcupsiegerin. In der Vorsaison hatte sie die Qualifikation für die Titelkämpfe in Kontiolahti/Finnland klar verfehlt. Nach zwei Jahren voller Rückschläge und Qualen in Folge eines schweren Mountainbike-Unfalls ist Gössner mittlerweile aber endlich wieder schmerzfrei. Sie findet auf höchstem Niveau scheinbar langsam aber sicher zur alten Form zurück - zumindest in der Loipe.

In Östersund konnte die ehemalige Langläuferin mit der Spitze schon gut mithalten, mit der Waffe will sich die Freundin von Ski-Ass Felix Neureuther nun "von Schießen zu Schießen" immer weiter verbessern. "Ich bin mit dem Einstieg von Miri sehr zufrieden", betonte Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig: "Ein Durchstarten von 0 auf 100 wäre nicht gut, weil dann der Druck gleich steigt. Mir würde es besser gefallen, wenn sie sich in dieser Weise weiter stabil zurückmelden würde."

Miriam Gössner weint nach Olympia-Absage FOTO: dpa, Kay Nietfeld

Nach den Plätzen 33 im Einzel (5 Schießfehler) und 18 im Sprint (2) hätte Gössner am Sonntag sogar erstmals seit März 2013 wieder in die Top 10 laufen können, drei Patzer im letzten Schießen verhinderten dies jedoch. Zuvor hatte sie bei 15 Schüssen nur einmal das Ziel verfehlt. "Ich würde die Schießleistungen von hier gerne mitnehmen - bis auf das letzte Schießen. Das war ansonsten echt okay", sagte Gössner in Mittelschweden.

Die Blondine hat aktuell genügend Zeit, sich im Schatten ihrer erfolgreichen Teamkollegen zu entwickeln. Arnd Peiffer mit zwei zweiten und Franziska Hildebrand mit ihrem dritten Platz setzten am Wochenende in Östersund die Highlights in einer enorm starken DSV-Mannschaft. "Ich glaube, dass wir eine sehr gute Stimmung haben und uns auch gegenseitig pushen und helfen", sagte Gössner: "Als Team funktionieren wir gut zusammen - und das macht stark."

(sid)
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