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Doping-Vorwürfe
Prozess gegen Biathlon-Funktionär Taschler beginnt

Bozen. Der Südtiroler Biathlon-Funktionär Gottlieb Taschler, dessen Sohn Daniel und Dopingarzt Michele Ferrari müssen sich seit Mittwoch wegen Doping-Verdachts vor Gericht verantworten. Der Prozess begann vor dem Landgericht Bozen, wie italienische Medien übereinstimmend berichteten. Gottlieb Taschler, wird laut Anklage Beihilfe zum Doping, seinem Sohn der Verstoß gegen das Dopinggesetz vorgeworfen. Ferraris Anwälte beantragten zu Beginn eine Verlegung des Prozesses nach Ferrara, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Daniel und Gottlieb Taschler, der nach den Anschuldigungen sein Amt als Vize-Präsident des Biathlon-Weltverbandes IBU ruhen lässt, bestreiten die Vorwürfe. Ihr Anwalt Flavio Mocca will einem Bericht des Nachrichtenportals "Südtirol Online" zufolge ein Gutachten zu den Abhörprotokollen beantragen, die der Anklage als Hauptbeweis dienen. Ende 2014 waren die Doping-Vorwürfe lautgeworden, nachdem die "Gazzetta dello Sport" Abhörprotokolle der Staatsanwaltschaft Padua zwischen Daniel Taschler und dem lebenslang gesperrten Dopingarzt Ferrari veröffentlicht hatte. Beide sollen sich demnach mehrmals getroffen haben. Gottlieb Taschler soll seinem Sohn den Kontakt zu dem Mediziner vermittelt haben. Das Gericht in Bozen hat die Abhörprotokolle in dem Verfahren als Beweismittel zugelassen.

(dpa)
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