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Neuer Doping-Verdacht im Biathlon
Ukrainerin Abramowa wird angehört

Berlin. Der Biathlon-Weltverband IBU hat bereits den zweiten Athleten in diesem Winter wegen des Verdachts auf Doping gesperrt. Bei einer im Januar während eines IBU-Cups, der zweiten Liga im Biathlon, genommenen Probe sei eine Substanz festgestellt worden, die seit dem 1. Januar 2016 auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA steht. Dies teilte die IBU am Dienstag mit. Die Substanz falle unter die Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren. Durch die vorläufige Suspendierung ist der namentlich nicht genannte Sportler vorübergehend von allen IBU-Wettbewerben ausgeschlossen. Es ist unklar, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Nach dpa-Informationen soll es sich aber um keinen Top-Athleten handeln. Auch ein deutscher Sportler sei nicht betroffen, versicherte der Deutsche Skiverband. "Nein, es ist keiner von unseren Athletinnen oder Athleten", sagte DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach. Der Athlet kann nun die Öffnung der B-Probe beantragen oder wie die nun ebenfalls unter Verdacht stehende Olga Abramowa darauf verzichten. Der Biathlon-Verband der Ukraine hatte vor einer Woche ihren positiven Dopingtest öffentlich gemacht. Die IBU teilte nun mit, dass Abramowa auf die Analyse der B-Probe verzichtet habe. Nach Angaben der Ukrainer wurde Abramowa das Mittel vom Arzt im November 2015 verordnet. Der Biathlon-Weltverband setzt in diesem Fall eine Anhörung in "naher Zukunft" an. Abramowa droht eine Sperre von bis zu vier Jahren. Die gebürtige Russin startet seit 2012 für die Ukraine. Zur olympischen Gold-Staffel der Ukraine bei den Winterspielen in Sotschi gehörte sie nicht.

(dpa)
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