Biathlon: IBU-Vize Tichonow in die Strafkolonie?
zuletzt aktualisiert: 27.06.2007 - 13:09Moskau (RPO). Alexander Tichonow, Vize-Präsident der Internationalen Biathlon-Union (IBU), muss seine Zeit bald womöglich in Russland in der Strafkolonie verbringen. Der elfmalige Weltmeister und umstrittene Chef von Russlands Biathlon-Verband steht in Sibirien wegen der möglichen Verstrickung in ein Schwerverbrechen vor Gericht.
Der Staatsanwalt hat für Tichonow fünf Jahre Freiheitsentzug unter den verschärften Bedingungen einer Strafkolonie beantragt. Richter Oleg Jefimow kündigte an, das Urteil zwischen dem 9. und 11. Juli fällen zu wollen, einen genauen Termin setzte er wegen des erwarteten großen öffentlichen Interesses noch nicht fest.
Die IBU hat bereits mehrfach erklärt, erst nach dem Ende des Verfahrens über die Zukunft Tichonows im Weltverband diskutieren zu wollen. Die Abwahl des 1. Vizepräsidenten kann laut IBU-Statut nur auf einem Außerordentlichen Verbandskongress erfolgen.
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