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+++ Wintersport-Telegramm +++
Dahlmeier und Preuß auf dem Podest – Hirscher holt Gesamtweltcup

Laura Dahlmeier – Biathlon-Weltmeisterin und passionierte Wanderin
Laura Dahlmeier – Biathlon-Weltmeisterin und passionierte Wanderin FOTO: dpa, Martin Schutt
Am Freitag hat der Frühling begonnen, die Wintersportler dürfen trotzdem noch ein Wochenende lang im Weltcup-Punkt kämpfen. Die letzten Kristallkugeln für die Besten werden vergeben. In unserem Telegramm verpassen Sie nichts.

+++ Ski alpin +++

Hirscher holt sich die große Kristallkugel

Skirennfahrer Marcel Hirscher aus Österreich ist zum vierten Mal Gesamtweltcupsieger. Verfolger Kjetil Jansrud verzichtet auf den abschließenden Slalom am Sonntag und kann die 60 Punkte Rückstand deswegen nicht mehr aufholen. Der Norweger ist kein guter Torlauf-Fahrer und hatte ohnehin nur noch theoretische Chancen. Hirscher ist damit der erste Skirennfahrer der Geschichte, dem vier Gesamtsiege nacheinander gelungen sind. Die Bestmarke hält seine Landsfrau Annemarie Moser-Pröll, die zwischen 1971 und 1975 fünfmal in Serie gewann. In der Slalom-Wertung hat Hirscher vor dem letzten Rennen 55 Punkte Rückstand auf Felix Neureuther.

+++ Eisschnelllauf +++

Beckert läuft aufs Treppchen

 Lokalmatador Patrick Beckert hat am Samstag mit Platz drei über 5000 Meter einen erfreulichen Schlusspunkt des ersten Tages beim Weltcupfinale der Eisschnellläufer in Erfurt gesetzt. Der 24-jährige WM-Dritte erkämpfte in 6:21,80 Minuten seine insgesamt dritte Podestplatzierung in einem Weltcup-Einzelrennen. Nicht gefährden konnte er damit den niederländischen 10 000-Meter-Olympiasieger Jorrit Bergsma, der in 6:17,49 Minuten knapp den Bahnrekord verfehlte. Zweiter wurde der Norweger Sverre Lunde Pedersen (6:20,64). Alexej Baumgärtner aus Chemnitz belegte Rang elf.

+++ Eisschnelllauf +++

Ihle holt sich Platz drei im Gesamtweltcup über 1000 Meter

Deutschlands bester Eissprinter Nico Ihle hat den erhofften Podiumsplatz im Gesamtweltcup über 1000 m geholt. Der "Sachsen-Blitz" aus Chemnitz lief beim Weltcup-Finale in Erfurt beim Sieg von Denny Morrison (Kanada/1:09,07 Minuten) in 1:09,55 auf den fünften Rang und behauptete in der Gesamtwertung mit 402 Zählern Rang drei. Samuel Schwarz (Berlin/313), der in Erfurt verletzungsbedingt nicht startete, wurde in der Gesamtwertung Sechster. Der Sieg ging an den Russen Pawel Kulischnikow mit 600 Punkten.

+++ Langlauf +++

Herrmann siegt – und darf Titel nicht teilen

Sprint-Spezialistin Denise Herrmann und Außenseiter Thomas Wick haben sich bei den deutschen Skilanglauf-Meisterschaften in Bodenmais die Titel über die lange Distanzen gesichert. Herrmann (Oberwiesenthal) kam im 30-km-Rennen mit Favoritin Nicole Fessel (Oberstdorf) auf die Zielgerade. Beide wollten den Sieg teilen und liefen Hand in Hand über die Ziellinie, die Jury erklärte nach einem Foto-Entscheid aber Herrmann zur Siegerin. Bei den Männern setzte sich über 50 km Wick (Zella-Mehlis) knapp vor Tim Tscharnke (Biberau) und Jonas Dobler (Traunstein) durch.

+++ Snowboard +++

Deutsche Snowboard-Crosser enttäuschen

Die kurze Weltcup-Saison der Snowboard-Crosser ist für die deutschen Starter mit einer Enttäuschung zu Ende gegangen. Im spanischen La Molina schieden sowohl Martin Nörl (21/Adlkofen, 21) als auch Konstantin Schad (27/Fischbachau) und Paul Berg (23/Konstanz) bereits im Achtelfinale aus. In der Qualifikation hatten sie zuvor mit starken Leistungen überzeugt. Für Bundestrainer Gernot Raitmair war das falsche Wachs Schuld am schlechten Ergebnis. "Das war Zeitlupensport. Entweder dein Brett läuft, oder eben nicht. Und unsere sind leider nicht gelaufen", sagte er. Der Sieg ging an Chris Robanske aus Kanada. Bei den Frauen setzte sich Junioren-Weltmeisterin Charlotte Bankes aus Frankreich durch. Die aufgrund finanzieller und witterungsbedingter Probleme mit nur drei Rennen ungewohnt kurze Saison hatte erst am vergangenen Wochenende mit zwei Wettbewerben in Veysonnaz (Schweiz) begonnen.

+++ Eisschnelllauf +++

Ihle Achter, Kulischnikow läuft Bahnrekord

Nico Ihle hat beim Weltcup-Finale der Eisschnellläufer in Erfurt den achten Platz über 500 Meter belegt. Drei Wochen nach seiner Disqualifikation bei den Sprint-Weltmeisterschaften in Astana hatte der Chemnitzer keinen guten Start und musste am Ende mit 35,42 Sekunden zufrieden sein. Schnellster war erneut Pawel Kulischnikow, der in 34,71 Sekunden den sechs Jahre alten Bahnrekord des Chinesen Fengtong Yu um 0,20 Sekunden verbesserte. Damit ist dem Russen schon vor dem abschließenden Rennen am Sonntag der mit 15 000 Dollar prämierte Gesamterfolg im 500-Meter-Weltcup nicht mehr zu nehmen. Ihle behauptet im Klassement weiter den fünften Rang.

+++ Eisschnelllauf +++

Hesse enttäuscht über 500 Meter

Eisschnellläuferin Judith Hesse ist beim Weltcup-Finale in Erfurt im Kampf um eine Medaille im Gesamtweltcup über 500 Meter zurückgefallen. Die Lokalmatadorin kam im ersten von zwei Läufen in schwachen 39,17 Sekunden beim Sieg der US-Amerikanerin Heather Richardson (37,80) nur auf den 13. Platz und ist in der Gesamtwertung mit 517 Punkten nur noch Vierte. Vor dem letzten und entscheidenden Saison-Lauf am Sonntag in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle liegt die in Erfurt fehlende Südkoreanerin Lee Sang-Hwa (880 Punkte) auf Rang eins vor Nao Kodaira (Japan/820). Dritte ist nun Richardson mit 560 Zählern.

+++ Biathlon +++

Dahlmeier und Preuß werden Zweite und Dritte

Die Staffelweltmeisterinnen Laura Dahlmeier (Partenkirchen) und Franziska Preuß (Haag) sind beim Biathlon-Weltcup im russischen Chanty-Mansijsk in der Verfolgung aufs Podest gestürmt und belegte die Plätze zwei und drei. Die beiden Deutschen mussten sich nach 10 km und jeweils null Schießfehlern nur der im Gesamtweltcup führenden Weißrussin Darja Domratschewa geschlagen geben, die trotz einer Strafrunde ihren neunten Saisonsieg feierte. Zum Abschluss der Saison stehen am Sonntag dann noch die Massenstarts (10.00/12.05 Uhr) auf dem Programm.

+++ Ski Alpin +++

Dopfer wird Zweiter im Riesenslalom

Skirennfahrer Fritz Dopfer hat seinen ersten Weltcupsieg zum wiederholten Male knapp verpasst. Der 27-Jährige musste sich am Samstag in Méribel als Riesenslalom-Zweiter nur dem Norweger Henrik Kristoffersen geschlagen geben. Für den Mann vom SC Garmisch war es bereits der sechste zweite Platz seiner Karriere in einem Weltcuprennen. Auf Rang drei kam der Franzose Thomas Fanara. Der Tages-Vierte Marcel Hirscher aus Österreich baute seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Vor dem abschließenden Slalom am Sonntag liegt er 60 Punkte vor dem Norweger Kjetil Jansrud. Felix Neureuther und Stefan Luitz waren schon im ersten Durchgang ausgeschieden.

+++ Snowboard +++

Snowboardcrosster chancenlos in Spanien

Die deutschen Snowboardcrosser haben sich beim Weltcup-Abschluss im spanischen La Molina glücklos präsentiert. Konstantin Schad, Paul Berg und Martin Nörl schieden am Samstag allesamt schon im Achtelfinale aus. Noch in der Qualifikation am Freitag war der deutsche Meister Schad die zweitbeste Zeit gefahren. Der Sieg ging an Christopher Robanske aus Kanada, bei den Frauen setzte sich die Französin Charlotte Bankes durch. Nach nur je drei Wettbewerben ist die Weltcup-Saison bereits wieder beendet. Eingeplante Stopps in Österreich und den USA waren abgesagt worden.

+++ Ski Alpin +++

Shiffrin im Slalom nicht zu schlagen

Mit ihrem 15. Weltcupsieg hat sich Mikaela Shiffrin zum dritten Mal in Serie die kleine Kristallkugel für die Slalom-Gesamtwertung gesichert. Die US-Skirennfahrerin setzte sich am Samstag im französischen Méribel vor der Schwedin Frida Hansdotter und der Slowakin Veronika Velez-Zuzulova durch. Nach dem ersten Lauf hatte die 20 Jahre alte Olympiasiegerin und Weltmeisterin Shiffrin noch auf Rang zwei gelegen. Lena Dürr beendete die Torlauf-Saison mit einem 13. Platz. Im Gesamtweltcup übernahm die Slowenin Tina Maze wieder die Führung von Anna Fenninger. Die Österreicherin liegt vor dem abschließenden Riesenslalom am Sonntag nun 18 Punkte hinter Maze.

+++ Biathlon +++

Doll verbessert sich auf Platz zwei

Martin Fourcade hat als erster Biathlet zum vierten Mal nacheinander den Gesamtweltcup gewonnen. Dem Franzosen reichte beim Weltcup-Finale in Chanty-Mansijsk in der Verfolgung Rang vier, um bereits vor dem Massenstart am Sonntag die Große Kristallkugel sicher zu haben. Beim ersten Weltcupsieg des Kanadiers Nathan Smith wurde Benedikt Doll am Samstag als bester Deutscher Zweiter; er feierte nach Rang drei im Sprint den zweiten Podestplatz seiner Karriere. Dritter wurde der Russe Anton Schipulin. Das starke Teamergebnis rundeten Daniel Böhm als Fünfter und Arnd Peiffer auf Rang sechs ab.

+++ Skifliegen +++

Abbruch in Planica

Deutschlands Skispringer haben im letzten Teamwettbewerb der Saison einen Podestplatz deutlich verpasst. Das DSV-Quartett mit Markus Eisenbichler, Richard Freitag, Michael Neumayer und Severin Freund sammelte am Samstag beim nach einem Durchgang abgebrochenen Skiflug-Weltcup in Planica 686,3 Punkte und belegte damit nur den sechsten Rang. Vor 30 000 Fans feierte Gastgeber Slowenien bei schwierigen Windbedingungen mit 848,4 Zählern einen überlegenen Sieg vor Österreich (805,1) und Norwegen (784,0).

+++ Ski Alpin +++

Dopfer zunächst Zweiter – Neureuther raus

Skirennfahrer Fritz Dopfer hat im letzten Riesenslalom der Saison zur Halbzeit gute Aussichten auf seinen ersten Weltcupsieg. Der 27-Jährige liegt am Samstag im französischen Méribel als Zweiter des ersten Laufs nur um acht Hundertstelsekunden hinter dem führenden Norweger Henrik Kristoffersen. Auf Platz drei rangiert dessen Landsmann Leif Kristian Haugen mit 0,66 Sekunden Rückstand. Felix Neureuther, der am Sonntag im Slalom den ersten Disziplinweltcupsieg eines deutschen Herren seit 25 Jahren perfekt machen kann, rutschte weg und schied ebenso wie Stefan Luitz aus.

+++ Biathlon +++

Schempp muss passen

Für Simon Schempp ist die Biathlon-Saison vorzeitig beendet. Wegen einer Erkältung musste der Staffel-Weltmeister am Samstag beim Weltcup-Finale im sibirischen Chanty-Mansijsk auf die Verfolgung und auch auf den Massenstart am Sonntag verzichten. Damit kann der dreimalige Saisonsieger in der Weltcup-Gesamtwertung nicht mehr unter die besten Drei kommen.

 
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