| 23.07 Uhr

+++ Wintersport-Telegramm +++
Prevc fliegt zu Gold – Lesser stürmt zum Sieg

Peter Prevc im Porträt: Schüchterner Überflieger mit Konkurrenz aus der Familie
Peter Prevc im Porträt: Schüchterner Überflieger mit Konkurrenz aus der Familie FOTO: ap
Bei der Skiflug-WM fällt die Entscheidung, die Biathleten kämpfen im Massenstart in Ruhpolding um Weltcup-Punkte. In unserem Wintersport-Telegramm verpassen Sie nichts.

+++ Skeleton +++

Hermann gewinnt auch in Park City

Die deutsche Meisterin Tina Hermann (Königssee) hat beim Skeleton-Weltcup in Park City ihren dritten Saisonerfolg gefeiert und damit ihre Führung im Gesamtweltcup ausgebaut. Auf der Olympia-Bahn von 2002 verteidigte die 23-Jährige ihre Führung aus dem ersten Durchgang mit der schnellsten Fahrt auch im zweiten Lauf und siegte in 1:41,08 Minuten vor der Kanadierin Jane Channell (+0,41 Sekunden) und Janine Flock (0,50) aus Österreich. Bei den Männern erreichte Axel Jungk (Oberbärenburg) als Dritter nach Rang zwei im Dezember in Winterberg seinen zweiten Podestplatz der Saison. An Seriensieger Martins Dukurs (Lettland)
war auch im fünften Weltcup kein Vorbeikommen.

Vizeweltmeisterin Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland), vor der fünften Station des WM-Winters erste Herrmann-Verfolgerin im Weltcup, verlor als Siebte (+1,01 Sekunden) ebenso deutlich an Boden wie die Weltcup-Dritte Laura Deas (Großbritannien/+1,30) auf Rang zehn. Die dritte deutsche Starterin Sophia Griebel (Suhl) kam mit 1,15 Sekunden Rückstand auf Hermann auf Rang acht ins Ziel.

Bei den ersten drei Weltcup-Stationen in Altenberg, Winterberg und am Königssee waren zwei Siege und vier weitere Podestplätze auf das Konto von Hermann und Lölling gegangen. Hermanns starkes Abschneiden auf der vergleichsweise unbekannten Bahn von Park City kam durchaus überraschend.

+++ Biathlon +++

Erik Lesser stürmt im Massenstart zum Sieg - Schempp Sechster

Erik Lesser hat in Ruhpolding seinen ersten Sieg bei einem Heim-Weltcup gefeiert. Der Staffel-Weltmeister blieb am Samstag im Massenstart als einer der wenigen fehlerfrei und verwies auch dank einer starken Laufleistung den Weltcup-Gesamtersten Martin Fourcade aus Frankreich und den Russen Jewgeni Garanitschew auf die Plätze. Die beiden mussten jeweils eine Strafrunde laufen.

Für Lesser war es nach seinem WM-Titel in der Verfolgung der zweite Weltcupsieg seiner Karriere. Zudem knackte er endlich die WM-Norm. Eine starke Leistung nach zweiwöchiger Krankheitspause lieferte auch Simon Schempp als Sechster.

+++ Biathlon +++

Staffel ohne Hildebrand

Ohne Franziska Hildebrand wird die deutsche Damen-Staffel am Sonntag das letzte Rennen beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding bestreiten. Bundestrainer Gerald Hönig nominierte Vanessa Hinz, Miriam Gössner, Maren Hammerschmidt und Laura Dahlmeier.
Hildebrand hatte am Samstag mit Platz zwei im Massenstart für das beste deutsche Ergebnis gesorgt. Auf Rang drei war Laura Dahlmeier gelaufen, Maren Hammerschmidt beendete das letzte Einzel-Rennen in der ChiemgauArena auf Platz fünf. Miriam Gössner und Vanessa Hinz kamen auf die Ränge 16 und 17.

+++ Shorttrack +++

Seidel wird deutsche Meisterin

Lokalmatadorin Anna Seidel hat sich zum Auftakt der deutschen Shorttrack-Meisterschafen in Dresden den Titel über 1500 Meter gesichert. Die 17 Jahre alte Olympia-Teilnahmerin lief am Samstag in 2:48,500 Minuten mehr als vier Zehntelsekunden Vorsprung auf ihre zweitplatzierte Vereinsgefährtin Bianca Walter heraus. Beide Dresdnerinnen gelten als Top-Kandidaten auf die Fahrkarten zur Europameisterschaft nach Sotschi, wo Anna Seidel nach ihren erstklassigen Weltcup-Platzierungen zu den Medaillenanwärterinnen zählt. Den 1500-Meter-Titel der Herren gewann Felix Spiegl aus München in 2:25,390 Minuten.  

+++ Rodeln +++

Hüfner schlägt Geisenberger

Rennrodlerin Tatjana Hüfner (Friedrichroda) hat ihre lange Durststrecke beendet und den ersten Weltcupsieg seit zwei Jahren gefeiert. Die Olympia-Zweite gewann am Samstag das Rennen auf ihrer Hausbahn in Oberhof mit einem Streckenrekord im ersten Lauf, beim ersten deutschen Heimweltcup des Winters verwies Hüfner Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach) und Europameisterin Dajana Eitberger (Ilmenau) auf die Plätze zwei und drei. Zwei Wochen vor der WM am Königssee gelang den deutschen Frauen damit der erste Dreifacherfolg dieser Saison. Kurz zuvor hatten bereits die Männer um Olympiasieger Felix Loch (Berchtesgaden) für ein deutsches Podest gesorgt. Geisenberger, die weiterhin nur einen Saisonsieg vorweisen kann, übernahm durch Rang zwei die Führung in der Gesamtwertung.

+++ Skifliegen +++

Prevc neuer Skiflug-Weltmeister

Der Slowene Peter Prevc ist neuer Skiflug-Weltmeister. Der 23-Jährige gewann zehn Tage nach seinem Triumph bei der Vierschanzentournee vor Kenneth Gangnes (Norwegen) und Stefan Kraft (Österreich) den zweiten großen Titel seiner Karriere. Wegen schwieriger Windverhältnisse musste der Wettbewerb nach drei der geplanten vier Durchgänge abgebrochen werden. Titelverteidiger Severin Freund (Rastbüchl) verbesserte sich am zweiten WM-Tag in Bad Mitterndorf/Österreich noch um einen Rang auf Platz sechs, verpasste die erhoffte Medaille aber klar. Zweitbester DSV-Adler wurde Richard Freitag (Aue) als Achter.

+++ Eisschnelllauf +++

Pechstein überrascht in Berlin

Claudia Pechstein hat vier Wochen vor den Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften in Kolomna einen neuen Coach. Der US-amerikanische Olympiasieger Peter Müller betreute die 43 Jahre alte Berlinerin bereits am Samstag bei den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften auf ihrer Hausbahn. Dort liegt Pechstein nach Streckensiegen über 500 Meter (41,16) und 3000 Meter (4:08,86) klar auf Kurs zu ihrem 28. nationalen Titel. Bereits von 2007 bis zu ihrer Sperre 2009 hatte die fünfmalige Olympiasiegerin bei Müller mit den norwegischen Auswahlläufern trainiert. Im Sprint-Vierkampf der Herren stellte sich Titelverteidiger Nico Ihle in Glanzform vor. In 35,11 Sekunden verbesserte er seine persönliche Saisonbestzeit, über 1000 Meter war der Chemnitzer in 1:09,39 Minuten schneller als bei seinem Weltcupsieg an gleicher Stelle vor gut einem Jahr.

+++ Ski alpin +++

Svindal gewinnt Abfahrt in Wengen

Speed King Aksel Lund Svindal ist seiner Favoritenstellung bei der Weltcup-Abfahrt in Wengen gerecht geworden und hat die Dominanz der Norweger im alpinen Ski-Weltcup eindrucksvoll untermauert. Der 33 Jahre alte Olympiasieger (Super-G 2010) setzte sich beim traditionsreichen Rennen am Lauberhorn im Berner Oberland knapp vor dem Österreicher Hannes Reichelt (0,19 Sekunden zurück) durch. Vorjahressieger Reichelt war der einzige Konkurrent, der Svindal bei dem wegen Nebels mehrmals unterbrochenen Klassiker gefährlich wurde. Dessen Teamkollege Klaus Kröll lag als Dritter bereits 1,52 Sekunden zurück. Andreas Sander (Ennepetal/+2,31 Sekunden) belegte einen guten 13. Rang.

+++ Biathlon +++

Preuß fehlt auch in Antholz

Staffel-Weltmeisterin Franziska Preuß wird auch beim nächsten Biathlon-Weltcup in Antholz/Italien fehlen. Die 21-Jährige habe ihre Verletzung noch immer nicht auskuriert, sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig am Samstag in Ruhpolding. Preuß hatte sich bei einem Sturz einen Haarriss im Steißbein zugezogen. Die WM-Zweite im Massenstart hat in diesem Jahr noch kein Rennen bestritten. "Die Gesundheit geht klar vor und ich muss meinem Körper jetzt die Zeit geben, bis die Verletzung vollständig verheilt ist", erklärte sie unlängst. Aus Ruhpolding ist sie bereits abgereist. "Wir hätten ihr keinen Gefallen getan, sie hierzubehalten", sagte Hönig. Preuß hatte im Vorjahr in Ruhpolding mit Platz zwei im Massenstart ihre erste Podiumsplatzierung in einem Weltcup-Einzelrennen geschafft.

+++ Skicross +++

Bohnacker verpasst Podestplatz knapp

Daniel Bohnacker hat den zweiten Saisonsieg für die deutschen Skicrosser knapp verpasst. Der 25-Jährige aus Gerhausen fuhr beim Weltcup am Watles in Mals/Südtirol souverän ins Finale, musste sich dort aber mit Platz vier begnügen. Damit bleibt es für den Deutschen Skiverband (DSV) bei dem einen Triumph, den Heidi Zacher (Lenggries) kurz vor Weihnachten in Innichen/Italien geholt hatte. Stattdessen holte Olymiasieger Jean-Frederic Chapuis seinen neunten Erfolg im Weltcup. Florian Eigler (Pfronten), der Zweite aus dem deutschen Quintett in der K.o.-Runde, scheiterte als Vierter seines Laufs bereits im Achtelfinale.

Bei den Frauen wurde nur Zacher den Erwartungen gerecht, die als einzige der fünf deutschen Starterinnen ins Halbfinale vordrang. Dort schied sie als Letzte ihres Laufs aus, im "kleinen Finale" fuhr die Bankangestellte auf Gesamtrang sieben.

+++ Langlauf +++

Eisenlauer sprintet auf Platz sechs

Skilangläufer Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) hat seine starke Form unterstrichen und sein bislang bestes Sprint-Ergebnis in einem Weltcup eingestellt. Am Samstag spurtete der 25-Jährige beim Weltcup im slowenischen Planica auf den starken sechsten Rang. Diesen hatte er bereits am 5. Januar bei der 4. Etappe der Tour de Ski in Oberstdorf erreicht. Erneut nicht zu schlagen war der Italiener Federico Pellegrino. Der Führende im Sprint-Weltcup siegte knapp vor dem französischen Trio Baptiste Gros, Richard Jouve und Jay Renaud. Eisenlauer stürmte knapp vier Sekunden nach Pellegrino über die Ziellinie - aufs Podium fehlten ihm knapp zweieinhalb Sekunden.

Die übrigen Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV) liefen dagegen nur hinterher. Während Thomas Hauber (Pfronten) und Josef Wenzl (Zwiesel) die Qualifikation nicht überstanden, schied Alexander Wolz (Buchenberg) im Viertelfinale aus. Für Wolz reichte es letztlich zum 20. Rang.

+++ Biathlon +++

Hildebrand und Dahlmeier auf dem Podest

Biathletin Franziska Hildebrand hat ihren dritten Weltcupsieg nur knapp verpasst, ist im Massenstart von Ruhpolding als Zweite aber erneut auf das Podest gestürmt. Die 28-Jährige aus Clausthal-Zellerfeld musste sich über 12,5 km nach einem Schießfehler nur der fehlerfreien Gesamtweltcup-Führenden Gabriela Soukalova (Tschechien) geschlagen geben. Laura Dahlmeier (Partenkirchen/2) schaffte es als Dritte ebenfalls auf das Podest. Vor 21.000 Zuschauern in der verschneiten Chiemgau Arena hatte Hildebrand nach dem dritten Schießen knapp die zwischenzeitliche Führung übernommen, patzte aber im letzten Stehendschießen und musste Soukalova ziehen lassen. Im Ziel hatte Hildebrand 13,9 Sekunden Rückstand. Dahlmeier landete 24,4 Sekunden hinter Soukalova.

Das starke deutsche Mannschaftsergebnis machte Maren Hammerschmid (Winterberg/2) als Fünfte perfekt. Miriam Gössner (Garmisch/5) schaffte es trotz ihrer Probleme am Schießstand auf Rang 16, direkt dahinter landete Vanessa Hinz (Schliersee/3) auf Platz 17.

+++ Langlauf +++

Ringwald starke Fünfte

Skilangläuferin Sandra Ringwald hat im slowenischen Planica ihr bislang bestes Resultat in einem Sprint-Weltcup erreicht. Die 25-Jährige aus Schonach sprintete am Samstag erstmals in ihrer Karriere ins Finale - dort belegte sie den fünften Rang und verpasste das Podium knapp. Nicht zu schlagen war die ehemalige Junioren-Weltmeisterin Stina Nilsson (Schweden), die vor Astrid Uhrenholdt Jacobsen und Heidi Weng (beide Norwegen)
siegte. Im Halbfinale war für Denise Herrmann (Oberwiesenthal) Endstation gewesen, sie belegte insgesamt den zwölften Rang und verpasste damit die Zielvorgabe des Deutschen Skiverbandes (DSV) knapp. "Unsere Zielstellung ist auch in Planica klar: Mit den Damen möchten wir beim Einzelsprint in die Top-Ten laufen", hatte Andreas Schlütter, sportlicher Leiter beim DSV, im Vorfeld gesagt.

+++ Biathlon +++

Neuner plant vorerst keine Trainer-Karriere

Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner will erst einmal nicht in das Trainer-Geschäft einsteigen. "Ich muss sagen, dass das Thema für mich immer mehr wegrückt momentan. Weil ich ehrlich gesagt nicht sehe, wie ich das zeitlich machen sollte", sagte die 28-Jährige am Samstag am Rande des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding. Neuner kündigte an, ihre kleine Tochter solle "ja irgendwann einmal ein Geschwisterchen kriegen. Von daher denke ich nicht, dass das die nächsten Jahre was wird." Nach ihrem Karriereende im März 2012 hatte sich die zweimalige Olympiasiegerin noch vorstellen können, ihr Wissen vor allem an Kinder weiterzugeben. "Es ist ja nicht so, dass man irgendwas macht mit den Kindern. Ich finde, wenn dann sollte man das auch ordentlich machen", sagte Neuner, die bereits im Besitz der C-Trainer-Lizenz ist. "Was dann in zehn Jahren ist, das weiß ich jetzt nicht. Da schauen wir mal."

+++ Eiskunstlauf +++

Kostner wird bei Comeback Zweite

Bei ihrem Comeback nach 21-monatiger Sperre hat die ehemalige Eiskunstlauf-Weltmeisterin Carolina Kostner bei einem Einladungswettbewerb in Osaka den zweiten Platz belegt. Die 28 Jahre alte Italienerin musste sich nur der Kanadierin Joannie Rochette, Olympiadritte von 2010, geschlagen geben. "Diese Medaille hat den Geschmack von Freiheit und Freude. Vielen Dank an alle, die mich unterstützt haben", twitterte Kostner. Kostner war Anfang 2015 gesperrt worden, weil sie 2012 ihren damaligen Lebensgefährten Alex Schwazer (Italien), Olympiasieger im Gehen, mit einer Lüge vor einem unangekündigten Dopingtest bewahrt hatte. Schwazer (31) wurde bei einem späteren Test des Dopings überführt, er ist noch bis zum 29. April 2016 gesperrt.

+++ Rodeln +++

Loch siegt bei deutschem Dreifach-Triumph

Die deutschen Rodler haben beim ersten Heim-Weltcup der Saison einen Dreifachsieg eingefahren und damit eine gelungene Generalprobe für die WM am Königssee gefeiert. Olympiasieger Felix Loch (Berchtesgaden) holte in Oberhof seinen dritten Sieg in Serie, alles andere als der WM-Triumph des 26-Jährigen auf seiner Heimbahn in zwei Wochen wäre eine Sensation. Mit einem Bahnrekord im ersten Lauf und fast vier Zehnteln Vorsprung setzte sich der Dominator der vergangenen Jahre vor Routinier Andi Langenhan (Zella-Mehlis) und Ralf Palik (Oberwiesenthal) durch. Loch übernahm damit auch erstmals in diesem Winter die Führung im Gesamtweltcup. Seine bislang härtesten Konkurrenten Wolfgang Kindl (Österreich/5.) und Chris Mazdzer (USA/14.) konnten auf der deutschen Bahn nicht mithalten. Zum Saisonauftakt war Loch bei drei Weltcup-Stationen in Folge ohne Sieg geblieben und in der Gesamtwertung damit zunächst zurückgefallen. Johannes Ludwig (Oberhof) vergab bei seinem Heimspiel am Samstag mit einem schwächeren zweiten Lauf die Chance auf das Podest und wurde letztlich Sechster, Toni Gräfe (Ilmenau) belegte beim letzten Weltcup vor der WM den zehnten Platz.

+++ Ski alpin +++

US-Trainerin schreibt Geschichte

Karin Harjo hat beim Weltcup-Slalom am Freitag im österreichischen Flachau Geschichte geschrieben, obwohl sie gar nicht mitgefahren ist. Die Amerikanerin, Coach im US-Skiteam, setzte im ersten Lauf den Kurs auf der "Hermann Maier Weltcupstrecke" - und war damit die erste Frau mit dieser Aufgabe bei einem Slalom in 49 Jahren Weltcup. "Die Sache mit der Historie? Ach, das habe ich noch gar nicht richtig realisiert", sagte Harjo nach dem Rennen, das die Slowakin Veronika Velez-Zuzulova gewann. "Das liegt wohl daran", erklärte Harjo ihre kühle Reaktion, "dass ich die meiste Zeit nur daran denke, meinen Job zu machen und einfach ein weiterer Coach auf dem Berg zu sein. Aber mir ist schon klar, dass das ein echter Meilenstein ist".

+++ Ski alpin +++

Abfahrt in Wengen auf verkürzter Strecke

Die legendäre Lauberhorn-Abfahrt in Wengen kann nur auf verkürzter Strecke gefahren werden. Weil der Plan, am Samstagmorgen vor dem Rennen (12.30 Uhr) noch ein Training auf kompletter Piste durchzuführen, vom Wetter durchkreuzt wurde, muss wie bei der einzigen Übungsfahrt am Donnerstag vom Kombi-Start gefahren werden. Die Abfahrt beginnt damit unmittelbar über dem Hundsschopf, die Gleitpassagen zu Beginn entfallen ebenso wie der Russisprung. Die Fahrtzeit dürfte damit knapp unter 1:50 Minuten (statt 2:30) betragen.

+++ Skispringen +++

Vogt prallt mit Kopf auf den Hang

Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt hat bei einem Sturz im japanischen Sapporo eine Gehirnerschütterung erlitten. Die Weltmeisterin aus Degenfeld schlug im ersten Durchgang des Weltcups nach der Landung mit dem Kopf auf dem Hang auf. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte, wird die 23-Jährige am Sonntag auf den zweiten Wettbewerb verzichten. Den dritten Sieg im vierten Springen der Saison feierte Sara Takanashi. Die Lokalmatadorin flog nach fünfwöchiger Wettkampfpause auf 97 und 98 Meter und gewann mit 265,6 Punkten klar vor der Slowenien Ema Klinec (241,3) und der Olympia-Zweiten Daniela Iraschko-Stolz aus Österreich (234,5).

+++ Bob +++

Deutsche Siegesserie endet

Die Siegesserie der deutschen Viererbobs ist in Park City gerissen. Beim fünften Weltcup des WM-Winters auf der Olympiabahn von 2002 musste sich Weltmeister Maximilian Arndt (Oberhof) mit dem zweiten Platz begnügen. Vier Hundertstel fehlten dem 28-Jährigen auf Alexander Kasjanow aus Russland, der seinen ersten Weltcupsieg feierte. Der Schweizer Rico Peter komplettierte als Dritter das Podest. Bei teilweise starkem Schneefall ging damit erstmals in dieser Saison ein Sieg in der Königsdisziplin nicht an eine deutsche Crew. Zweier-Weltmeister Francesco Friedrich (Oberbärenburg) kam nicht über den siebten Platz hinaus, sein Vereinskollege Nico Walther wurde nur Elfter. Arndt verteidigte indes seine Führung im Gesamtweltcup erfolgreich vor Friedrich.

(arehsid/dpa)
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