Ski-WM in Garmisch: DSV schont Riesch, Rebensburg und Hölzl
zuletzt aktualisiert: 16.02.2011 - 07:13Garmisch-Partenkirchen (RPO). Ohne seine "Golden Girls" Maria Riesch, Viktoria Rebensburg und Kathrin Hölzl wird der Deutsche Skiverband (DSV) am Mittwoch den Team-Wettbewerb bei der alpinen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen bestreiten. Das Trio verzichtet auf eine Teilnahme, um für den Riesenslalom am Donnerstag fit zu sein.
"Die Entscheidung habe ich schweren Herzens getroffen", sagte Maria Riesch zu ihrem Verzicht, "ich wäre schon gerne gefahren, aber der Arzt hat mir nahegelegt, darauf zu verzichten, um für die beiden WM-Rennen und den Weltcup fit zu sein." Riesch will sich mit einem Training am Mittwoch auf den WM-Riesenslalom am Donnerstag und dann auf den WM-Slalom am Samstag vorbereiten.
"Maria ist schon für die Abfahrt ein sehr hohes Risiko gegangen. Ich empfehle ihr nach dem Training, keinen Renntag am Mittwoch zu fahren, sondern sich stattdessen noch einmal zu erholen, um vollständig zu genesen", sagte DSV-Mannschaftsarzt Johannes Scherr am Dienstag über den Gesundheitszustand der Lokalmatadorin, die bei ihrer Heim-WM bereits zweimal Bronze gewonnen hat.
Die Paarungen in der ersten Runde:
1. Österreich - kein Gegner
2. Kroatien - Kanada
3. USA - kein Gegner
4. Italien - kein Gegner
5. Frankreich - kein Gegner
6. Deutschland - Slowakei
7. Schweden - Tschechien
8. Schweiz - kein Gegner
Viertelfinale:
Österreich - Kroatien/Kanada, USA - Italien, Frankreich - Deutschland/Slowakei, Schweden/Tschechien - Schweiz
Auch Rebensburg sei die Belastung der letzten Trainingstage deutlich anzumerken. "Ich habe ihr ebenfalls empfohlen, einen Tag Pause einzulegen", sagte Scherr. Hölzls Teilnahme war ohnehin ausgeschlossen. Der DSV nominierte am Dienstag nach den Ausfällen seiner Vorzeige-Läuferinnen nun Lena Dürr, Veronika Staber und Veronique Hronek sowie bei den Männern Fritz Dopfer, Felix Neureuter und Stefan Luitz.
Riesenslalom-Weltmeisterin Hölzl hofft nach wochenlangen Verletzungsproblemen aber weiter auf einen Start beim Riesenslalom am Donnerstag. Rebensburg wird auf jeden Fall dabei sein. "Die Grippe hat mich Kraft gekostet, jetzt fühle ich mich schon wieder sehr gut", sagte die 21-Jährige, die zuversichtlich ist, bis Donnerstag wieder topfit zu sein.
Rebensburg (Kreuth) hatte den Super-G bei der WM wegen einer Grippe absagen müssen. Deshalb war auch ihr Start in ihrer Spezial-Disziplin Riesenslalom lange Zeit offen. Am Montag und Dienstag stand sie nach knapp einwöchiger Pause aber erstmals in Saalbach-Hinterglemm wieder auf Skiern. Am Wochenende hatte sie bereits leichtes Konditions- und Koordinationstraining absolvieren.
Hölzl (Bischofswiesen) hatte ebenfalls am Montag erstmals nach dreiwöchiger Pause wieder trainieren können. "Sie hat nach dem Training zwar über einen gigantischen Muskelkater geklagt, aber das können wir in den Griff bekommen. Ich hoffe, dass sie am Donnerstag fahren kann", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier.
Maiers vorsichtiger Optimismus begründet sich darin, dass nun die Ursache der monatelangen Muskel- und Rückenprobleme bei Hölzl (Bischofswiesen) gefunden scheint. Ein Rheumafaktor hat offenbar zu den bereits seit Oktober immer wiederkehrenden Schmerzen geführt. "Die Ursache wurde nie richtig gefunden. Deshalb war sie auch ein bisschen falsch therapiert worden. Jetzt haben wir die Ursache gefunden - und jetzt wird sie auch richtig therapiert", erklärte Maier die Fortschritte. Dabei hatte man einen WM-Start der 26-Jährigen "eigentlich schon aufgegeben". Zumal Hölzl zuletzt vor drei Wochen beim Weltcup in Flachau auf Skiern stand.
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