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Für Punktekonto und den Kopf
Rebensburg in Aspen gefordert

Viktoria Rebensburg – Olympiasiegerin und Vize-Weltmeisterin
Viktoria Rebensburg – Olympiasiegerin und Vize-Weltmeisterin FOTO: AP
In Übersee will Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg so richtig in den Winter starten. Der Riesenslalom von Aspen ist auch für ihr Selbstvertrauen wichtig. Im Fokus stehen dort aber zwei US-Stars.

Nach dem Stotterstart von Sölden will Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg in den Rocky Mountains in Fahrt kommen. In Aspen tritt die größte deutsche Alpin-Hoffnung am Freitag (18.00 Uhr/22.00 Uhr/MEZ) zum zweiten Riesenslalom der Saison an. Sie soll sich nach dem mäßigen sechsten Platz bei der Winter-Ouvertüre in Sölden in Richtung Top drei orientieren. Die Olympiasiegerin von 2010 habe "schon bewiesen, dass ihr der Hang liegt", meinte Damen-Bundestrainer Markus Anwander in dem Nobelskiort von Colorado und unterstrich, dass "sie hier sicher eine Kandidatin für das Podest ist".

Für die 26-Jährige ist das zweite Technik-Rennen dieses Winters keins ohne Brisanz, soll sie doch den Anspruch untermauern, in Abwesenheit einiger Favoritinnen um den Gesamtweltcup mitzufahren. Vor allem im Duell mit Jungstar Mikaela Shiffrin, die in Sölden Zweite geworden war, könnte ein starkes Rennen am Freitag ein Ausrufezeichen sein. Die Amerikanerin ist an dem Wochenende nämlich im Gegensatz zu Rebensburg noch bei zwei Slaloms am Samstag und Sonntag am Start.

"In Aspen habe ich viele gute Erinnerungen mit den Ergebnissen der letzten Jahre", meinte Rebensburg. Sechsmal war sie auf dem Lower Ruthie's Run angetreten, fünfmal fuhr sie unter die Top Ten. Neben ihrem Sieg 2011 sprangen dabei auch noch ein zweiter Platz 2010 und ein dritter Platz 2012 heraus. Im Vorjahr wurde sie Siebte. Diesmal will sie "zwei richtig gute Läufe" zeigen, um zufrieden zu sein.

Nach der mehrwöchigen Rennpause seit dem Auftakt am Rettenbachferner vor gut einem Monat boten sich den deutschen Fahrerinnen in Nordamerika gute Trainingsbedingungen, auch mal bei 25 Minusgraden am frühen Morgen, wie Rebensburg bei Facebook postete.

Shiffrin indes glaubt, dass es heiß hergehen werde. Der Riesenslalom von Aspen sei eines ihrer Lieblingsrennen, "das ist wie eine Achterbahnfahrt", sagte die 20-Jährige der Zeitung "USA Today".

Die Aufmerksamkeit wird sie sich teilen müssen, feiert doch auch Superstar Lindsey Vonn ihr Saisondebüt. Die Weltcup-Rekordsiegerin will nach ihrem Knöchelbruch und einer skurrilen Handverletzung - sie wurde Anfang November von ihrem Hund in den rechten Daumen gebissen, als sie ihm ein Frisbee wegnehmen wollte - wieder voll angreifen.

Mit der 31 Jahre alten Amerikanerin rechnet auch Rebensburg im Kampf um die Kristallkugel. Ein Spitzenplatz der Bayerin am Freitag wäre nicht nur für das Punktekonto, sondern auch für das Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben in Übersee gut. Eine Woche nach Aspen stehen in Lake Louise zwei Abfahrten und ein Super-G an.

Technikerin Lena Dürr dagegen bleibt allein Aspen für einen Zuwachs an Selbstvertrauen. "Der Hang in Aspen ist sehr anspruchsvoll, aber ich bin fit und freue mich jetzt auf die drei Rennen", sagte die Münchnerin, die sich endlich wieder dauerhaft in der Weltspitze etablieren will.

Nach dem arg enttäuschenden 41. Rang von Sölden blieb Coach Anwander in Richtung Dürr erstmal vorsichtig. Die Slalom-Spezialistin solle sich für den zweiten Lauf qualifizieren, sagte er. Chancen auf den Final-Durchgang hätten auch Simona Hösl und Maren Wiesler. Der 18 Jahre alten Jessica Hilzinger gelang in einer internen Ausscheidung die Quali für ihren ersten Weltcup-Einsatz.

(dpa)
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