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Skiflug-WM
Deutsche Skispringer ohne Chance

Skiflug-WM: Deutsche Skispringer ohne Chance
Das deutsche Team um Martin Schmitt hat Platz drei erreicht. FOTO: AFP, AFP
Planica (RPO). Die deutschen Skispringer haben am ersten Tag der Skiflug-WM in Planica bereits alle Chancen auf eine Einzelmedaille verspielt. Martin Schmitt (Furtwangen) liegt bei Halbzeit der Konkurrenz mit 372,3 Punkten auf Platz 18.

Nach zwei von vier Sprüngen führt der viermalige Olympiasieger Simon Ammann (Schweiz) mit 445,6 Punkten vor dem Polen Adam Malysz (442,8) und Gregor Schlierenzauer (Österreich/428,4).

"Mir macht es langsam wieder Spaß. Auch wenn das nicht die Platzierungen sind, die wir uns vorstellen. Aber eine Einzel-Medaille war ohnehin utopisch" sagte Schmitt, der in seinem zweiten Flug genau auf die magische Marke von 200 Metern segelte. Der Olympiazweite konzentriert sich schon jetzt auf die Team-Entscheidung am Sonntag: "Natürlich gehören wir nicht zum absoluten Favoritenkreis, aber vielleicht gelingt uns eine Überraschung."

Schmitt meinte mit einem Grinsen, "dass wir immerhin eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt haben". Allerdings im hinteren Mittelfeld - Michael Uhrmann belegt Platz 22 vor Talent Rochard Freitag. Michael Neumayer liegt auf einem enttäuschenden 27. Platz. Damit droht das schwächste deutsche Ergebnis in der Geschichte von Skiflug-Weltmeisterschaften - vor zwei Jahren war Schmitt in Oberstdorf immerhin auf Platz 15 gelandet.

Michael Uhrmann wollte trotzdem nicht die Flinte ins Korn werfen: "Ich habe einfach die Form nicht mehr. Aber jetzt müssen wir uns einfach voll auf den Sonntag konzentrieren und die Medaille holen." Bundestrainer Werner Schuster lobte explizit die Leistung von Richard Freitag: "Ansonsten sieht man, dass wir einiges von der Spitze weg sind. Wir müssen die beiden Sprünge am Samstag nutzen, um uns fürs Team einzufliegen."

Vor den letzten beiden Sprüngen des Einzel-Wettbewerbs hat Schmitt schon 73,3 Punkte Rückstand auf die Spitze. Bei Halbzeit führt der viermalige Olympiasieger Ammann (Schweiz) mit 445,6 Punkten knapp vor dem Polen Adam Malysz (442,8) und Gregor Schlierenzauer (Österreich/428,4). Lokalmatador Robert Kranjec stand unter dem Jubel von 17.500 Fans mit 223,5 Metern den weitesten Flug des Tages, belegt aber nur Platz sechs.

Am Rande des letzten Saisonwettbewerbs machte die Nachricht die Runde, dass der bisherige österreichische Co-Trainer Marc Nölke ins deutsche Team wechseln soll. Der Aufgabenbereich des deutschen Ex-Skispringers ist noch nicht genau umrissen. Beim seit Jahren dominanten Erzrivalen und Team-Seriensieger Österreich hatte Nölke viele gute Ideen eingebracht. Zum Beispiel war ein Humorberater verpflichtet worden - den konnten die deutschen Skispringer nach diesem Zwischenergebnis


Ergebnisse:

Skifliegen, Weltmeisterschaft in Planica, Einzelwettbewerb, Zwischenstand nach zwei von vier Sprüngen: 1. Simon Ammann (Schweiz) 445,6 Punkte, 2. Adam Malysz (Polen) 442,8, 3. Gregor Schlierenzauer 428,4, 4. Wolfgnag Loitzl (beide Österreich) 425,2, 5. Harri Olli (Finnland) 414,1, 6. Robert Kranjec (Slowenien) 413, 6, 7. Björn Einar Romören 412,5, 8. Anders Jacobsen (beide Norwegen) 411,7, 9. Martin Koch 409,9, 10. David Zauner (beide Österreich) 406,5, ... 18. Martin Schmitt (Furtwangen) 372,3, ... 22. Michael Uhrmann (Rastbüchl) 364,1, 23. Richard Freitag (Aue) 363,9, ... 27. Michael Neumayer (Berchtesgaden) 346,2.

(SID/rl)
 
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