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Skisprung-Weltcup in Sapporo: Schlierenzauer fliegt allen davon

zuletzt aktualisiert: 31.01.2009 - 11:39

Sapporo (RPO). "Überflieger" Gregor Schlierenzauer hat im fernen Japan mit einem unglaublichen Vorsprung von 36,4 Punkten seinen vierten Weltcup-Erfolg in Serie geholt. Im Schatten eines österreichischen Dreifachsieges verpasste Pechvogel Michael Neumayer im windumtosten Sapporo den nach dem ersten Durchgang möglichen Podestplatz und stürzte auf Platz elf ab.

Gregor Schlierenzauer düpierte die Konkurrenz.  Foto: AFP, AFP
Gregor Schlierenzauer düpierte die Konkurrenz. Foto: AFP, AFP

Die anderen Topspringer um Martin Schmitt hatten mit Blick auf die anstehende Teamtour in Deutschland auf die Reise nach Fernost verzichtet.

"Das ist eine sehr schwierige Schanze und mich hat es im zweiten Sprung einfach nicht tragen wollen. Schade", erklärte der nach dem ersten Durchgang noch viertplatzierte Neumayer und gratulierte fair dem Sieger: "Hut ab vor Schlierenzauer". Bei 82,9 Punkten Rückstand von Neumayer (118+102,5 Meter) auf den Austria-Flieger war das auch mehr als angebracht.

Der Skiflug-Weltmeister trotzte den wechselnden Winden an der WM-Schanze von 2007 und deklassierte mit Flügen auf 133 und 120,5 Meter sowie 253,3 Punkten die komplette Skisprung-Welt mit einem der größten Abstände der Geschichte. Seine geschlagenen Landsleute Thomas Morgenstern (216,9) und Wolfgang Loitzl (211,2) verneigten sich im Schanzenauslauf vor dem in dieser Saison bereits zum achten Mal erfolgreichen Dominator. Auf dem Trainerturm freute sich in dem diesmal verantwortlichen Co-Trainer Marc Nölke ein Deutscher.

"Das Gefühl ist sensationell, wenn man siegt und das auch noch in Japan. Jetzt werden wir ein paar Glasl heben, schließlich sind meine Kumpels auch gut gesprungen. So einen Dreifachsieg gibts nicht alle Tage", meinte Schlierenzauer und spielte seine Überlegenheit herunter: "Wir sind halt ein Freiluftsport und ich war heute der Glückliche." Im Gesamtweltcup baute Schlierenzauer (1420 Punkte) seinen Vorsprung auf den diesmal nur siebtplatzierten Schweizer Simon Ammann (1248) auf 172 Zähler aus.

Die deutschen Talente Julian Musiol (22.), Maximilian Mechler (23.) und Junioren-Weltmeister Andreas Wank (27.) sammelten immerhin ein paar Weltcup-Punkte. "Das Grundziel mit allen vier Leuten im Finale haben wir erreicht, aber heute war sicher mehr möglich", sagte der in Japan verantwortliche Co-Trainer Christian Winkler und meinte mit Blick auf das zweite Springen in Sapporo am Sonntag: "Da müssen wir uns steigern."

Das gilt auch für die Premiere der Teamtour - bei der am 7. Februar in Willingen beginnenden Dreischanzentournee wollen Schmitt und Co Überflieger Schlierenzauer das Leben wieder schwerer machen.

Quelle: SID

 
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