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+++ Wintersport-Telegramm+++
Skispringen: Fan wollte mit Kamel ins Stadion

Skispringen in Willingen: Fan wollte mit Kamel ins Stadion
Dieses Kamel musste in Willingen draußen bleiben. FOTO: Screenshot HNA
Ruhpolding/Willingen/Düsseldorf. Biathlon in Ruhpolding, Skispringen in Willingen: Die Wintersportler sind an diesem Wochenende vermehrt in Deutschland unterwegs. In unserem Telegramm verpassen Sie nichts.

+++ Skispringen +++

Freund bei Prevc-Sieg in Willingen Dritter

Skisprung-Weltmeister Severin Freund ist beim Weltcup im hessischen Willingen auf das Podest geflogen. Vier Tage nach dem Ende der Vierschanzentournee musste sich der 27-Jährige aus Rastbüchl als Dritter dem slowenischen Tournee-Sieger Peter Prevc und dem Norweger Kenneth Gangnes geschlagen geben.

Bei der Generalprobe für die am Freitag beginnende Skiflug-WM in Bad Mitterndorf/Österreich lag Freund vor 12.000 Zuschauern an der Mühlenkopfschanze trotz zweier tadelloser Sprünge auf 145,5 und 133,0 m mit 234,2 Punkten stattliche 30,7 Punkte hinter Prevc, der mit Traumflügen auf 148,5 und 145,5 m (264,9 Punkte) seinen vierten Sieg in Folge feierte. Gangnes kam auf 249,4 Punkte (139,5+141,0).

+++ Langlauf +++

Sundby holt dritten Sieg in Serie bei Tour de Ski

Norwegens Skilanglauf-Star Martin Johnsrud Sundby hat zum dritten Mal in Serie die Tour de Ski gewonnen. Der 31 Jahre alte Gesamtweltcupführende setzte sich auf dem neun Kilometer langen Schlussanstieg im italienischen Val di Fiemme mit dem Rekord-Vorsprung von 3:09,9 Minuten auf seinen Landsmann Finn Haagen Krogh durch. Dritter wurde der Russe Sergej Ustjugow (+3:30,6).

Den bislang größten Abstand bei der Tour hatte zuvor der Tscheche Lukas Bauer, der 2008 am Ende 2:47,3 Minuten vor dem zweitplatzierten Rene Sommerfeld (Zittau) lag. Sundby war bereits mit einem Vorsprung von 2:51,5 Minuten auf Petter Northug (Norwegen) in die achte und letzte Etappe gegangen. Auf der bis zu 28 Prozent steilen Kletterpartie in Val di Fiemme baute er diesen sogar noch aus.

+++ Eisschnelllaufen +++

Nico Ihle mit starkem Comeback: 35,35 Sekunden bei Test in Berlin

Der deutsche Sprint-Meister Nico Ihle hat am Wochenende ein starkes Comeback nach bisher unbefriedigender Eisschnelllauf-Saison gegeben. Bei Testrennen in Berlin lief der Chemnitzer die 500 Meter in 35,35 Sekunden und meldete damit Ansprüche an, über Umwege doch noch das Ticket für die Weltmeisterschaften im russischen Kolomna Mitte Februar zu erhalten.

"Was kann es Besseres geben, als mit einem Sieg ins neue Jahr zu starten", schrieb Ihle über Facebook. Für die WM kann sich der Olympia-Vierte aber nur noch auf den 1000 Metern qualifizieren. Auf dieser Distanz wird der eine Startplatz des deutschen Verbandes beim Weltcup Ende Januar in Stavanger zwischen Ihle sowie den beiden Inzellern Hubert Hirschbichler und Joel Dufter ausgelaufen.

+++ Eisschnelllaufen +++

Sablikova gewinnt fünften EM-Titel

Olympiasiegerin Martina Sablikova hat zum fünften Mal den Titel bei Eisschnelllauf-Europameisterschaften gewonnen. Die Tschechin schloss damit in Minsk nach ihren Siegen 2007, 2010, 2011 und 2012 zur Inzellerin Anni Friesinger und der Dresdnerin Andrea Schöne-Ehrig auf, die gleichfalls jeweils fünfmal Europameisterin waren. Erfolgreicher ist bislang nur die Erfurterin Gunda Niemann-Stirnemann mit acht EM-Goldmedaillen.

+++ Biathlon +++

Dahlmeier gewinnt auch den Massensprint

Laura Dahlmeier hat den deutschen Biathleten beim Heimspiel in Ruhpolding mit ihrem sechsten Weltcup-Sieg einen krönenden Abschluss beschert. Die 22-Jährige aus Partenkirchen präsentierte sich im Massenstart über 12,5 km in glänzender Verfassung und feierte einen Tag nach dem Erfolg im Verfolger den zweiten Triumph der Woche.

Nach einer fehlerlosen Schießleistung setzte sich Dahlmeier vor der Französin Marie Dorin Habert und Tiril Eckhoff aus Norwegen durch. Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld), die im Sprint triumphiert hatte, musste sich mit dem 17. Rang begnügen.

+++ Langlauf +++

Johaug gewinnt zum zweiten Mal Tour de Ski

Die norwegische Skilangläuferin Therese Johaug hat zum zweiten Mal die Tour de Ski gewonnen. Die 27-Jährige fing auf der neun Kilometer langen Schlussetappe mit Bergankunft auf der Alpe Cermis ihre bis dato führende Teamkollegin Ingvild Flugstadt Östberg noch ab und krönte sich mit 2:20,9 Minuten Vorsprung nach ihrem Triumph 2014 erneut zur Gesamtsiegerin. Beste Deutsche war Stefanie Böhler (Ibach/+12:38,7) auf Platz 16.

Topfavoritin Johaug absolvierte den bis zu 28 Prozent steilen Anstieg in Val di Fiemme zum sechsten Mal in Folge als Schnellste und ließ damit trotz zuvor 38,7 Sekunden Rückstand auf Östberg keinerlei Zweifel an ihrem Gesamterfolg aufkommen. Heidi Weng (+3:13,9) als Dritte machte den norwegischen Dreifachsieg auf dem achten und letzten Teilstück des prestigeträchtigen Etappenrennens perfekt. Sandra Ringwald (Schonach-Rohrhardsberg/+13:38,4) verbesserte sich zum Abschluss um zwei Plätze auf Rang 20. Denise Herrmann (Oberwiesenthal/+14:05,0) belegte in der Endabrechnung Platz 22.

+++ Ski alpin +++

Neureuther und Dopfer verpassen Podest

Die deutschen Slalom-Rennfahrer haben beim Weltcup von Adelboden einen Podestplatz verpasst. Bei schwierigen Bedingungen fuhr Felix Neureuther am Sonntag auf den achten Platz, Fritz Dopfer rangierte sich eine Position dahinter ein. Der Sieg in der Schweiz ging an den Norweger Henrik Kristoffersen vor Marcel Hirscher aus Österreich und dem Führenden nach dem ersten Lauf, Alexander Choroschilow aus Russland. Kristoffersen feierte den dritten Sieg im vierten Torlauf der Saison. Dominik Stehle gelang als 14. sein bestes Ergebnis im Weltcup, Linus Strasser landete auf dem 26. Platz.

+++ Skispringen +++

Fan wollte mit Kamel ins Stadion

Tierische Probleme stellten die Organisatoren beim Skisprung-Weltcup im hessischen Willingen auf eine harte Probe: Wie die Veranstalter am Sonntag mitteilten, wollte ein Fan seinen Vierbeiner zur Qualifikation für das Einzelspringen mit ins Stadion an der Mühlenkopfschanze bringen – dabei handelte es sich allerdings um ein ausgewachsenes Kamel, das der Skisprung-Narr an der Leine mit sich führte. Die Hessische Niedersächsische Allgemeine veröffentlichte ein Foto des Vierbeiners.

Nach kurzer Beratung wiesen die Verantwortlichen, die in der Party-Hochburg Willingen nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen sind, Fan samt Paarhufer ab - Tiere sind an der Schanze generell nicht erlaubt. "Einen eigenen Kamel-Abstellplatz hatte der Ski-Club Willingen nicht eingerichtet, und so kam das Kamel nicht durch das Nadelöhr Einlasskontrolle", hieß es in der betreffenden Pressemitteilung.

Am Samstag war es in Willingen zu einer Schlägerei unter Fußball-Hooligans gekommen. Wie die Polizei mitteilte, gab es mehrere Verletzte und sieben Festnahmen. Die Männer seien am Samstag zum Feiern in den Wintersportort gekommen. Erst floss der Alkohol, dann flogen an der Talstation der Bergbahn die Fäuste. Die Polizei sorgte mit einem Großaufgebot für Ruhe. Laut Polizeibericht trafen in Willingen Hools und Ultras von Hannover 96 und Arminia Bielefeld beim Wintersport-Event aufeinander.

+++ Rodeln +++

Deutsche Teamstaffel gewinnt in Sigulda

Die deutschen Rennrodler haben den Weltcup im lettischen Sigulda mit dem Sieg in der Teamstaffel abgeschlossen. Beim dritten Mannschaftsrennen des WM-Winters feierte Deutschland den zweiten Erfolg. Olympiasieger Felix Loch (Berchtesgaden), Tatjana Hüfner (Friedrichroda) und die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) machten den Sieg vor den Teams aus Lettland (0,216 Sekunden zurück) und Russland (+ 0,371) perfekt.

+++ Eisschnelllauf +++

Behlau enttäuscht bei EM-Debüt mit Platz 16

Nachwuchs-Eisschnellläuferin Leia Behlau ist bei den Europameisterschaften in Minsk nicht über den 16. und damit vorletzten Platz im Mehrkampf hinausgekommen. Die 19 Jahre alte Erfurterin belegte beim EM-Debüt am Sonntag auch über 1500 Meter in mäßigen 2:06,46 Minuten nur den 16. Platz und verpasste damit deutlich das Finale über 5000 Meter. Olympiasiegerin Claudia Pechstein hatte ihren Start bei den EM kurzfristig wegen der Vorbereitungen auf die Einzelstrecken-WM im russischen Kolomna im Februar abgesagt.

+++ Biathlon +++

Peiffer im Massenstart Fünfter – Fourcade siegt

Die deutschen Biathleten sind ohne ihre Nummer eins Simon Schempp auch zum Abschluss des Heim-Weltcups in Ruhpolding leer ausgegangen. Im Massenstart über 15 km erkämpfte Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) als bester Lokalmatador nach einem Schießfehler den fünften Rang (33,3 Sekunden zurück). Schempp, in dieser Saison bislang dreimal erfolgreich, hatte zuvor wegen der Nachwehen einer Erkältung abgesagt.

Den Sieg im Kampf der besten 30 Weltcup-Athleten holte der französische Gesamtweltcup-Führende Martin Fourcade mit einem Fehler. Dahinter landeten der Tscheche Ondrej Moravec (+13,7 Sekunden/0) und Tarjei Boe (Norwegen/+29,7/3) auf dem Podest, zu dem dem früheren Sprint-Weltmeister Peiffer 3,6 Sekunden fehlten. "Ich bin zufrieden mit dem fünften Platz bei nicht ganz einfach Bedingungen", sagte Peiffer, der nach dem letzten Schießen noch auf Rang vier lag, in der ARD: "Ich wusste, dass es eng wird, den vierten Platz zu halten. Ich dachte, Simon Fourcade kann ich noch holen, aber von hinten kam noch Tarjei Boe." Zweitbester Deutscher war Benedikt Doll (Breitnau/3) auf dem elften Rang. Routinier Andreas Birnbacher (Schleching/3) musste sich mit dem 14. Platz zufrieden geben.

+++ Ski alpin +++

Vonn gewinnt auch Super-G in Zauchensee - Rebensburg Elfte

Speed Queen Lindsey Vonn hat sich mit einer weiteren Demonstration ihrer Ausnahmestellung beim Super-G von Zauchensee/Österreich ihren 73. Weltcup-Sieg gesichert. Die 31 Jahre alte Amerikanerin setzte sich einen Tag nach ihrem Triumph bei der Sprint-Abfahrt souverän vor Lara Gut aus der Schweiz (0,70 Sekunden zurück) und der Österreicherin Cornelia Hütter (+1,25) durch.

Perfekt war Vonns Lauf aber nicht. Gut kam ihr zwischenzeitlich gefährlich nahe, Viktoria Rebensburg (Kreuth) lag bei der letzten Zwischenzeit sogar 0,35 Sekunden vor der Amerikanerin. Dann erwischte die 26-Jährige bei der Einfahrt Zielhang einen Schlag, fuhr beinahe aus dem Kurs und verpasste die Spitzenränge als Elfte mit einem Rückstand von 1,85 Sekunden klar.

+++ Ski alpin +++

Choroschilow führt, Dopfer und Neureuther müssen zulegen

Fritz Dopfer (Garmisch) und Felix Neureuther (Partenkirchen) haben beim Weltcup-Slalom im schweizerischen Adelboden trotz guter Platzierungen nach dem ersten Durchgang nur noch geringe Chancen auf einen Platz auf dem Siegerpodest. Dopfer liegt als Viertplatzierter 0,49 hinter dem drittplatzierten Norweger Henrik Kristoffersen, Neureuther auf Rang sechs trennen schon 0,71 Sekunden vom Podest.

In Führung liegt der Russe Alexander Choroschilow, Zweiter mit einem Rückstand von 0,24 Sekunden ist Marcel Hirscher aus Österreich. Weitere 0,08 Sekunden zurück folgt Kristoffersen. Linus Strasser (München) kämpfte sich bei schwierigen Pistenbedingungen und anhaltendem, starken Schneefall auf einen guten 17. Rang im Zwischenklassement, Dominik Stehle (Obermaiselstein) auf Rang 25.

+++ Rodeln +++

Loch siegt auch in Sigulda

Rodel-Olympiasieger Felix Loch (Berchtesgaden) hat drei Wochen vor der WM in Igls wieder zu alter Stärke gefunden. Der 26-Jährige holte am Sonntag im lettischen Sigulda seinen zweiten Sieg in Folge, erst kurz vor Weihnachten hatte er in Calgary erstmals in diesem Winter triumphiert. Auf der eigentlich ungeliebten Bahn in Sigulda siegte der Bayer völlig verdient mit mehr als zwei Zehnteln Vorsprung auf Weltmeister Semen Pawlitschenko (Russland) und den Amerikaner Tucker West. Damit verbesserte sich Loch auf Rang zwei der Gesamtwertung hinter Wolfgang Kindl (Österreich/7.).

+++ Skispringen +++

Hooligans prügeln in Willingen aufeinander ein

Etwa 50 betrunkene Fußball-Hooligans haben sich am Rande des Weltcup-Skispringens im hessischen Willingen eine Massenschlägerei geliefert. Wie die Polizei mitteilte, gab es mehrere Verletzte und sieben Festnahmen. Die Männer seien am Samstag zum Feiern in den Wintersportort gekommen. Erst floss der Alkohol, dann flogen an der Talstation der Bergbahn die Fäuste. Die Polizei sorgte mit einem Großaufgebot für Ruhe. Laut Polizeibericht trafen in Willingen Hools und Ultras von Hannover 96 und Arminia Bielefeld beim Wintersport-Event aufeinander.

+++ Biathlon +++

Schempp fehlt auch im Massenstart

Biathlon-Star Simon Schempp muss beim Heim-Weltcup in Ruhpolding weiter zuschauen und fehlt am Sonntag auch im Massenstart (12.15 Uhr). Dies teilte der Deutsche Skiverband (DSV) mit, nachdem der 27-jährige Uhinger wegen der Nachwirkungen einer Erkältung im Chiemgau bereits den Sprint und die Verfolgung hatte auslassen müssen. "Ich habe gehofft und alles versucht. Aber leider bin ich noch nicht so fit, dass es Sinn macht", sagte Schempp: "Bei einem Weltcup muss man einfach 100 prozentig gesund sein. Ich hoffe, nächste Woche wieder voll angreifen zu können." Ab Mittwoch findet in Ruhpolding erneut ein Weltcup statt.

Schempp hatte zum Ende des vergangenen Jahres zwar beim Event auf Schalke teilgenommen, wegen der Erkältung danach aber bereits eine kurze Trainingspause einlegen müssen. Für Schempp, der in dieser Saison bereits drei Siege eingefahren hatte und zudem zweimal Zweiter war, war es der nächste empfindliche Rückschlag im Kampf um den Gesamtweltcup. In Östersund/Schweden hatte er im Sprint gepatzt, die Verfolgung verpasst und schon dort zweimal keine Punkte eingefahren.

+++ Ski alpin +++

Slalom in Adelboden soll wie geplant um 10.30 Uhr starten

Der Weltcup-Slalom in Adelboden kann stattfinden. Der Skiweltverband FIS bestätigte das Rennen am Sonntag eine Stunde vor dem für 10.30 Uhr geplanten Start des ersten Durchgangs. Warme Temperaturen, Regen und Nebel hatten den Organisatoren und ihrer Piste in den vergangenen Tagen Probleme bereitet. Der Riesenslalom am Samstag war abgesagt worden. Fritz Dopfer geht mit Startnummer zwei in den vierten Slalom des Winters, Felix Neureuther startet von Position vier. Der zweite Durchgang soll um 13.30 Uhr beginnen.

+++ Ski alpin +++

Shiffrin: Comeback noch in diesem Winter

Ski-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Mikaela Shiffrin (USA) will noch vor dem Ende der Saison Mitte März in den Weltcup zurückkehren. "Ich schwöre, ich könnte heute Ski fahren gehen, so fühle ich mich", sagte sie in einem am Samstag ausgestrahlten Interview mit dem Fernsehsender NBC. Sie sei mental bereit für Rennen. Die Chancen, dass sie Rennen fahren könnte, hätten sich von "unwahrscheinlich zu sehr wahrscheinlich" gewandelt.

"Aus meiner Sicht, und mal abgesehen von der Meinung von Ärzten, Eltern Physiotherapeuten und anderen, denke ich, dass ich nur vor dem Ende dieser Saison Rennen fahren werde", versicherte Shiffrin. Einschränkend fügte sie hinzu, dass der Zeitpunkt der Rückkehr nie genau vorherzusagen sei: "Der Hammer bei dieser Verletzung ist, dass du praktisch die ganze Zeit im Dunkeln tappst." Die Slalom-Olympiasiegerin von 2014 hatte sich im Dezember bei ihrem Sturz vor dem Riesentorlauf von Are neben verschiedenen Knochenhämatomen einen Bänderriss im rechten Knie zugezogen.

+++ Ski alpin +++

Kreuzbandriss: Saison für Smiseth Sejersted beendet

Für Ski-Rennläuferin Lotte Smiseth Sejersted ist die Saison nach ihrem schweren Sturz bei der Sprint-Abfahrt von Zauchensee/Österreich vorzeitig beendet. Die 24 Jahre alte Norwegerin zog sich am Samstag am Kälberloch einen Kreuzbandriss zu. Eigenen Angaben zufolge rechnet sie mit einer Pause von neun Monaten. "Ich glaube, dass ich das noch immer nicht ganz realisiert habe, aber klar: Das ist saublöd", sagte Sejersted der norwegischen Boulevardzeitung Verdens Gang: "Es tat gleich so weh, dass ich wusste, dass es etwas Schlimmes ist. Als ich versuchte aufzustehen, hat mich das Bein im Stich gelassen. Da wusste ich: Die Saison ist vorbei."

Für Sejersted ist es nicht die erste schwere Verletzung. Nach einer Schulter-Blessur im März 2013 erlitt sie Ende Dezember 2014 bei einem Sturz bei der Weltcup-Abfahrt in Val d'Isere (Frankreich) eine Kopfverletzung, wegen der sie den Rest der Saison inklusive WM verpasste. "Das fühlt sich sehr ungerecht an", sagte sie über den erneuten Rückschlag, "genug ist genug." Smiseth Sejersted will nun noch einen Monat trainieren, um die Muskulatur im verletzten Bein zu stärken, ehe sie sich einer Operation unterziehen wird.

 

(can/RPO/sid/dpa)
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