| 21.21 Uhr

+++ Wintersport-Telegramm +++
Eisschnellläufer Bloemen muss nach Sturz ins Krankenhaus

Ted-Jan Bloemen verletzt sich beim Weltcup schwer
Ted-Jan Bloemen droht das Saisonaus. FOTO: ap
Nagoya. Während die alpinen Skirennläufer jenseits des Atlantiks um Weltcup-Punkte kämpfen, sind die Eisschnellläufer in Deutschland unterwegs. In unserem Wintersport-Telegramm verpassen sie nichts.

+++ Rodeln +++

Loch enttäuscht auch in Lake Placid

Nach seiner Disqualifikation zu Saisonbeginn hat Rodel-Star Felix Loch auch im zweiten Weltcup der Saison enttäuscht. Wegen eines schwachen zweiten Laufs am Freitag in Lake Placid fuhr der Bayer wie im vergangenen Jahr nur auf den sechsten Rang. Den Sieg holte sich der US-Amerikaner Chris Mazder vor seinem Landsmann und Vorjahressieger Tucker West. Dritter wurde der Österreicher Wolfgang Kindl. Als beste Deutsche landeten Julian von Schleinitz und Ralf Palik vor Olympiasieger Loch auf den Rängen vier und fünf. Der 26 Jahre alte Loch war vor einer Woche in Innsbruck-Igls wegen eines zu schweren Schlittens disqualifiziert worden.

+++ Skispringen +++

Quali in Lillehammer auf Samstag verschoben

Starker Wind hat auch beim Skisprung-Weltcup im norwegischen Lillehammer das Programm durcheinandergewirbelt. Die für Freitag geplante Qualifikation musste wegen schwieriger Bedingungen auf Samstag (15.15 Uhr) verschoben werden und findet nun unmittelbar vor dem Wettkampf (16.45/ZDF und Eurosport) statt. Bereits am vergangenen Wochenende hatte Sturm zu einer Absage aller Wettbewerbe im finnischen Kuusamo geführt.

Für Unmut sorgte in Lillehammer zudem die Absage des Trainings am Mittag wegen zu viel Neuschnee. "Das war total enttäuschend, 15 Zentimeter Schneefall sind kein Beinbruch", sagte Bundestrainer Werner Schuster im ZDF: "Sie waren extrem desorientiert. Jeder Weltcup-Veranstalter muss einen gewissen Standard erfüllen, sonst ist er nicht würdig."

+++ Ski alpin +++

Svindal gewinnt auch das dritte Rennen

Aksel Lund Svindal hat die Abfahrt von Beaver Creek und damit auch das dritte Speed-Rennen der alpinen Ski-Saison gewonnen. Der Norweger lag am Freitag nach 30 Startern vor Landsmann Kjetil Jansrud und Guillermo Fayed aus Frankreich. Svindal, der am vorigen Wochenende schon Abfahrt und Super-G in Lake Louise für sich entschieden hatte, feierte seinen dritten Abfahrtssieg in Beaver Creek. Eine Enttäuschung erlebte dagegen Josef Ferstl aus dem deutschen Team, der nach guter Zwischenzeit wegen eines Fahrfehlers stürzte und ausschied. Ersten Eindrücken zufolge schien sich der 26-Jährige aber nicht verletzt zu haben.

+++ Eisschnelllauf +++

Kanadier Bloemen verletzt sich schwer

Der kanadische Eisschnellläufer Ted-Jan Bloemen hat sich am Rande des Weltcups im oberbayerischen Inzell bei einem Sturz schwer verletzt. Der 10.000-m-Weltrekordler kam beim Warmlaufen für das Rennen in der Teamverfolgung zu Fall und musste ins Krankenhaus nach Traunstein gebracht werden. Ihm droht das Saisonaus.

Bloemens Teamkollege Stefan Waples war in einer Kurve über ein Klötzchen gefahren und gestürzt, dabei schnitt er mit seiner Kufe die Wade des direkt hinter ihm laufenden Bloemen auf. Der 29-Jährige erlitt einen großen Blutverlust, Sanitäter kümmerten sich sofort um ihn. "Es sieht sehr schlimm aus. In Inzell kann er nicht mehr starten. Ted-Jan wird eine längere Pause machen müssen. Ich fürchte, diese Verletzung bedeutet sein Saisonende", sagte der kanadische Nationaltrainer Bart Schouten.

+++ Skeleton +++

Jungk fährt auf den zweiten Platz

Die deutschen Skeletonpiloten haben beim zweiten Weltcup der Saison den ernsten Podestplatz eingefahren. Axel Jungk aus Oberbärenburg belegte am Freitag in Winterberg zeitgleich mit dem Russen Alexander Tretjakow den zweiten Rang hinter dem dreimaligen Weltmeister Martins Dukurs. Der Lette, der bereits den ersten Wettbewerb der Saison in Altenberg für sich entschieden hatte, lag nach zwei Läufen 0,56 Sekunden vor den Zweitplatzierten. Christopher Grotheer aus Oberhof landete auf Rang fünf, sein Vereinskamerad Michael Zachrau wurde Achter.

+++ Eisschnelllauf +++

Pechstein verpasst Spitzenplatzierung beim Heim-Weltcup

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat beim Heim-Weltcup in Inzell eine Spitzenplatzierung verpasst. Die fünfmalige Olympiasiegerin beendete ihren 3000-m-Lauf am Freitag in 4:08,98 Minuten und belegte wie zum Weltcup-Auftakt vor drei Wochen den achten Rang. Vancouver-Olympiasiegerin Stephanie Beckert (Erfurt) blieb unter ihren Möglichkeiten und musste sich in 4:14,64 Minuten mit dem 15. Platz begnügen. Pechstein zeigte ein konstantes Rennen und konnte auf den letzten beiden Runden nochmals zulegen. Beckert schaffte es derweil nicht, die guten ersten Rundenzeiten zu halten.

Der Sieg ging an Weltmeisterin Martina Sablikova aus Tschechien, die in 4:03,18 Minuten die Niederländerin Marije Joling (4:04,08) und die russische Olympia-Dritte Olga Graf (4:05,87) auf die Plätze verwies.

+++ Skispringen +++

Vogt landet zum Saisonstart nur auf Rang 15

Skisprung-Weltmeisterin Carina Vogt hat den Weltcupstart im norwegischen Lillehammer wie schon vor einem Jahr gründlich verpatzt. Beim überlegenen Sieg der Japanerin Sara Takanashi musste sich die Olympiasiegerin aus Degenfeld mit dem 15. Rang begnügen. Beste DSV-Starterin war die deutsche Meisterin Juliane Seyfarth (Ruhla) als Neunte.

"Das war nicht der erwünschte Einstieg. Mir fehlt noch ein wenig das Selbstvertrauen", sagte Vogt, die vergangene Saison sogar nur auf Rang 19 gelandet war, in der ARD. Die 23-Jährige sprang auf 85 und 90,5 Meter und lag mit 209,1 Punkten deutlich hinter der überragenden Takanashi (251,7). Die 19-Jährige feierte im 61.
Wettbewerb der Weltcup-Geschichte bereits ihren 31. Sieg.

Auf Platz zwei erreichte die Slowenin Maja Vtic (240,2) das beste Resultat ihrer Karriere, Dritte wurde Maren Lundby aus Norwegen (233,6). Ebenfalls Weltcup-Punkte sammelten Svenja Würth (Baiersbronn), Anna Rupprecht (Degenfeld), Katharina Althaus (Oberstdorf) und Gianina Ernst (Oberstdorf) auf den Rängen 22, 24, 25 und 28.

+++ Skeleton +++

Hermann feiert Premieren-Sieg

Skeleton-Pilotin Tina Hermann aus Königssee hat den ersten Weltcupsieg ihrer noch jungen Karriere gefeiert. Beim zweiten Rennen der Saison in Winterberg verwies die 23-jährige Bundespolizistin am Freitag nach zwei Läufen die WM-Zweite Jacqueline Lölling von der RSG Hochsauerland mit einem Vorsprung von 0,40 Sekunden auf den zweiten Rang. Dritte wurde die Kanadierin Jane Channell, die 0,88 Sekunden auf die Siegerin verlor. Hermann hatte bereits nach dem ersten Lauf in Führung gelegen. Die Suhlerin Sophia Griebel vervollständigte das ausgezeichnete Ergebnis aus deutscher Sicht mit ihrem fünften Rang. Eine Woche zuvor hatten Hermann, Lölling und Griebel beim Weltcup-Auftakt im sächsischen Altenberg die Plätze zwei, drei und vier belegt. 

+++ Eisschnelllauf +++

Ihle bangt um WM

Der Olympia-Vierte Nico Ihle muss um seine Teilnahme an den Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften im russischen Kolomna bangen. "Ich hoffe jetzt sehr auf die 1000 Meter am Samstag, da muss ich unbedingt in die Top drei in der B-Gruppe kommen", sagte der deutsche Doppelmeister am Freitag beim Heim-Weltcup in Inzell. Dort hatte er über 500 Meter in 35,34 Sekunden auf Platz fünf sein Ziel verfehlt, in der B-Kategorie in die drei Spitzenränge zu laufen und damit in die A-Gruppe aufzusteigen. "Der Angang hätte schneller sein müssen. Am Ende bin ich nicht zufrieden mit der Zeit", gab der Chemnitzer zu. Nun muss er auch im zweiten 500-Meter-Rennen am Sonntag wieder in der zweitklassigen B-Gruppe antreten.

+++ Shorttrack +++

Anna Seidel bei Weltcup in Nagoya im 1500-m-Halbfinale

Die Dresdnerin Anna Seidel steht beim dritten Shorttrack-Weltcup der Saison im Halbfinale über 1500 Meter. Am Freitag reichte der 17-Jährigen dazu in Nagoya ein zweiter Platz im Vorlauf. Die Vorschlussrunde wird am Samstag ausgelaufen. Im 500-Meter-Sprint kam Seidel gleichfalls eine Runde weiter und bestreitet nun am Samstag das Viertelfinale. Zum Weltcupauftakt in Montreal hatte Olympia-Teilnehmerin Seidel als Dritte über 1500 Meter für den ersten Podestplatz der deutschen Shorttrackerinnen in einem Weltcup-Einzelrennen gesorgt. Auch ihre Teamgefährtin Bianca Walter startete am Freitag erfolgreich in den Weltcup in Japan. Über 500 Meter kam sie als Vorlauf-Zweite direkt ins Viertelfinale. Auf den 1000 Metern kam die Dresdnerin durch eine Attacke der Japanerin Hitomi Saito zu Sturz und wurde danach für das Viertelfinale gesetzt.

 

(areh/sid/dpa)
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