| 15.19 Uhr
Vierschanzentournee in Innsbruck
Alle DSV-Adler dabei, Schlierenzauer top
Vierschanzentournee 12/13: Das 2. Springen
Vierschanzentournee 12/13: Das 2. Springen FOTO: afp, JOHANNES EISELE
Innsbruck. Nächster Dämpfer für Severin Freund, nächste Machtdemonstration durch Gregor Schlierenzauer und Anders Jacobsen: Während der deutsche Vorflieger Freund in der Qualifikation für das Bergiselspringen am Freitag in Innsbruck (14 Uhr) mit Rang 21 erneut Luft nach oben zeigte, setzten die Topstars der 61. Vierschanzentournee ihr Privatduell fort.

Knapp die Nase vorn hatte dabei Lokalmatador Schlierenzauer, der den besten Sprung des Tages zeigte und einen Rang vor seinem Rivalen aus Norwegen landete. Freund musste seinen Flug nach 117,5 Metern abbrechen, zuvor hatte der Fünfte der Gesamtwertung schon im Training enttäuscht. "Das hier ist eine Schanze, die ich noch nicht ganz begriffen habe", sagte Freund.

"Severin bringt im Moment keinen Druck zustande. Er muss einfach besser springen. Er sucht noch den Weg, auf Höhe zu kommen", stellte Bundestrainer Werner Schuster fest. Entscheidend sei am Ende aber der Wettkampf. "Es ist wichtig, Ruhe zu bewahren", sagte der Österreicher in seiner ehemaligen Wahlheimat Innsbruck.

Freund ist zufrieden

Freuen durfte sich Schuster über eine geschlossene Teamleistung, alle sechs DSV-Adler sind am Freitag dabei. Bester Deutscher war Richard Freitag (Aue), der auf 124,0 Meter kam und mit 118,6 Punkten Rang sieben belegte. "Ich bin zufrieden, weil mein Sprung besser ist, mehr Richtung hat. Daran kann ich arbeiten", sagte Freitag, der bei der Tournee bislang hinter den Erwartungen blieb.

Michael Neumayer (Berchtesgaden/112,9 Punkte) und Altmeister Martin Schmitt (Furtwangen/101,6) folgten auf den Plätzen 15 und 38, Andreas Wellinger (Ruhpolding/101,3) und Andreas Wank (Oberhof/101,2) auf den Rängen 40 und 41. "Ich bin nicht ins Fliegen gekommen", sagte Schmitt, der überraschend den Sprung in das nur noch sechsköpfige deutsche Team geschafft hatte: "Ich habe mich schon im Training etwas schwer getan, jetzt hatte ich einen kleinen Wackler am Vorbau. Das will ich morgen abstellen."

Im Duell der Topfavoriten hatte Schlierenzauer knapp die Nase vorn: Der Lokalmatador flog auf seiner Heimschanze auf 123,5 Meter und lag vor dem Gesamtführenden Jacobsen. Der Norweger, der bei der Tournee vom Grand Slam mit Siegen auf allen vier Schanzen träumt, sprang zwar mit 125,5 Metern etwas weiter als der Österreicher, Schlierenzauer bekam wegen des verkürzten Anlaufs aber Bonuspunkte.

"Wir haben gezeigt, dass wir die zwei Favoriten sind. Aber der Weg ist noch lang. Ich möchte jetzt auf meiner Heimschanze Gas geben", sagte Schlierenzauer, der in der Gesamtwertung 12,5 Punkte Rückstand auf Jacobsen hat. "Es ist auffallend, dass die Norweger geschlossen stark sind und einer auch mit einem schlechten Sprung sehr weit springt. Für mich ist es wichtig, richtig geile Sprünge zu zeigen und die Stimmung zu genießen", so Schlierenzauer.

Wellinger gegen Morgenstern, Wank gegen Bardal

Der 27 Jahre alte Jacobsen, der auch bei den Buchmachern inzwischen Favorit auf den Gesamtsieg ist, lenkte derweil von der Diskussion um seinen angeblichen Wunderschuh ab. "Meine gute Form liegt bestimmt nicht nur an meinen Schuhen. Ich habe derzeit einfach einen guten Rhythmus", sagte der Führende der Gesamtwertung, der sich auch für den Wettkampf viel ausrechnet: "Ich mag den Bergisel.
Das Stadion, die Fans, die Schanze, das ist einfach genial."

Nach dem Bergiselspringen wird die Tournee am Samstag in Bischofshofen mit der Qualifikation für das Finale fortgesetzt.

Während Freund und Freitag nun gegen die Polen Dawid Kubacki und Stefan Hula springen müssen, bekommt es Schmitt mit dem Bulgaren Vladimir Zografski zu tun. Wellinger hat mit Thomas Morgenstern aus Österreich eine schwierige Aufgabe zu bewältigen, Wank und Neumayer müssen sich mit Anders Bardal (Norwegen) und Roman Koudelka (Tschechien) messen. 

Quelle: sid
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