A wie Ahonen, Janne: Der "Schweiger aus Lahti" gewann 2007/2008 als erster Springer zum fünften Mal die Tournee und überflügelte den Deutschen W. Weitere dreimal wurde der Finne Zweiter, zweimal Dritter.
B wie Bradl, Sepp: Der Österreicher gewann 1953 die Tournee-Premiere. Heute ist das Stadion in Bischofshofen nach dem 1982 verstorbenen "Bubi" benannt, im Auslauf erinnert ein Denkmal an seine Erfolge.
C wie Chaos: 2011 geriet das Neujahrsspringen in G. zur Farce und wurde auf einen Durchgang verkürzt. Zuvor war der Finne Ville Larinto bei starkem Wind gestürzt, der Wettbewerb wurde für 45 Minuten unterbrochen.
D wie Dreischanzentournee: 2008 wurde das Springen in Innsbruck erstmals in der Tournee-Geschichte abgesagt und einen Tag später in Bischofshofen nachgeholt. Die Folge waren vier Springen auf nur drei Schanzen.
E wie Eddie the Eagle: Der Brite betrat 1988 bei der Tournee die Bühne und eroberte als schlechtester Skispringer der Geschichte die Herzen der Fans. 1989 stürzte der Spaßvogel in Innsbruck und brach sich das Schlüsselbein.
F wie Flaggenstreit: 1959/1960 reisten alle DDR-Springer ab, da ihre Nationalflagge nicht gezeigt wurde. Auch ihre Kollegen aus Polen, der Sowjetunion und der Tschechoslowakei traten daraufhin die Heimreise an.
G wie Garmisch-Partenkirchen: Seit 1972/73 findet das Neujahrsspringen immer am 1. Januar auf der Olympiaschanze statt. Mit einer Ausnahme: 1979 kam es zu einer witterungsbedingten Verschiebung auf den 2. Januar.
I wie Innsbruck: Am Bergisel steht die wohl berühmteste Schanze der Welt. Die Springer blicken auf einen Kessel voller Fans, einen Friedhof, die Innenstadt und ein beeindruckendes Alpenpanorama.
J wie Jackpot: 2011/2012 lobten die Veranstalter bei der 60. Tournee eine Prämie von einer Million Schweizer Franken (ca. 815.000 Euro) für einen Vierfachsieg aus. Der Österreicher Gregor Schlierenzauer gewann die ersten zwei Springen, patzte dann aber in Innsbruck.
K wie K.o.-Springen: Anders als im Weltcup gibt es bei der Tournee im ersten Durchgang 25 direkte Duelle. Die Sieger und die fünf besten Verlierer ("Lucky Loser") kommen weiter.
L wie Länder: Deutschland und Finnland liegen mit je 16 Gesamtsiegen auf Platz eins der Nationenwertung. Auf den Plätzen folgen Österreich (13) und Norwegen (10). Die Austria-Adler stellten 2011/2012 als erste Nation zum vierten Mal in Folge den Sieger.
M wie Malysz, Adam: Der Pole reiste 2000/2001 als krasser Außenseiter zur Tournee. Dann holte er die Plätze 4, 3, 1, 1 und gewann mit stolzen 104,4 Punkten vor A. - bis heute der größte Vorsprung bei einem Gesamtsieg.
N wie Nykänen, Matti: Der finnische Hobby-Sänger, der sogar eine Goldene Schallplatte gewann, feierte zwar zwei Tournee-Triumphe in den Jahren 1983 und 1988, schaffte aber nie den Absprung ins richtige Leben. Seine 46 Weltcup-Siege sind bis heute dennoch unerreicht.
O wie Oberstdorf: Stieß 1952 als letzte Station zur neu gegründeten Skisprung-Serie. Zuvor hatten sich auch Berchtesgaden, Füssen und Oberammergau Hoffnungen auf das zweite deutsche Springen gemacht.
P wie Punkte: Der Tscheche Jakub Janda und A. sorgten 2005/2006 für ein Novum, als sie nach vier Springen je 1081,5 Punkten aufwiesen. Erstmals in der Geschichte der Tournee gab es zwei Sieger.
Q wie Quote: Unglaubliche 14,89 Millionen Zuschauer saßen am 6. Januar 2002 vor den Bildschrimen, als H. in Bischofshofen zum letzten Sprung ansetzte. Noch ein Rekord, der wohl nie mehr gebrochen wird.
R wie Recknagel, Helmut: Der Thüringer holte drei Tourneesiege und schaffte 1958 und 1959 das Kunststück, fünf Springen in Folge zu gewinnen. Das gelang erst 43 Jahre später wieder seinem Landsmann H.
S wie Schmitt, Martin: Mit bislang 16 Tournee-Teilnahmen ein Urgestein. Mehr als Rang drei in der Gesamtwertung (1999/00, 2000/01) sprang aber nicht heraus. 1998/99 gewann er sogar in O. und G., ehe er noch auf Rang vier abrutschte.
T wie Tagessiege: Der Norweger Björn Wirkola und W. gewannen zehn Springen. Dem Finnen A. reichten "nur" neun Erfolge zu seinen fünf Gesamtsiegen. Gregor Schlierenzauer steht aktuell immerhin bei sieben Erfolgen.
U wie Unglücksraben: Acht Springer gewannen die ersten drei Stationen, ehe in Bischofshofen die Nerven flatterten. Darunter in R. (1958/59) und Max Bolkart (1959/60) zwei Deutsche.
V wie V-Stil: Eingeführt vom Schweden Jan Boklöv, führte die neue Sprungart zu größeren Weiten und einem Umbau der Schanzen. Als einziger Athlet holte W. sowohl im Parallel- als auch im V-Stil den Gesamtsieg.
W wie Weißflog, Jens: Der "Floh vom Fichtelberg" holte vier Gesamtsiege und wurde zum Skisprung-Helden in Ost und West. Seinen letzten Triumph feierte er 1996, stolze zwölf Jahre nach Gesamtsieg Nummer eins.
X wie X-Chromosom: Ab 2014 ist Frauen-Skispringen olympisch, eine eigene Tournee ist aber nicht geplant. Größtes Problem: Wettbewerbe von Großschanzen sind für Frauen (noch) die Ausnahme.
Y wie Yukio Kasaya: Der Japaner gewann 1971/72 die ersten drei Tournee-Springen. Dann rief die Pflicht: In Japan begann die Vorbereitung auf Olympia im heimischen Sapporo, Kasaya reiste brav ab.
Z wie Zinkenschanze: Die eher unbekannte Anlage im österreichischen Hallein rückte 1956 unverhofft ins Tournee-Programm. Grund: Das Springen im nahen Bischofshofen musste wegen Schneemangels abgesagt werden.