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Nach Sturz in Innsbruck
Richard Freitag steigt vorzeitig aus Vierschanzentournee aus

Richard Freitag stürzt bei Landung
Richard Freitag stürzt bei Landung FOTO: afp, JKL
Bischofshofen. Deutschlands bester Skispringer Richard Freitag steigt einen Tag nach seinem schweren Sturz in Innsbruck vorzeitig aus der Vierschanzentournee aus. Damit wird der Gesamtweltcup-Führende aus Sachsen beim abschließenden Springen am Samstag im österreichischen Bischofshofen nicht mehr antreten.

Das bestätigte der deutsche Mannschaftsarzt Mark Dorfmüller am Freitag. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über Freitags Aus berichtet.

"Aktuell macht Skispringen keinen Sinn für mich"

"Aktuell macht Skispringen keinen Sinn für mich", teilte Freitag nach Rücksprache mit dem Mannschaftsarzt Dr. Mark Dorfmüller mit. "Ich kann weder in die Anfahrtshocke gehen noch dynamisch einen Sprung auslösen. Daher befolge ich die Empfehlung unseres Teamarztes und lege erst mal eine Pause ein." 

Um beim letzten Springen starten zu dürfen, hätte Freitag an diesem  Freitag die Qualifikation bestreiten müssen. Stattdessen wird er nun in seine neue Wahlheimat Oberstdorf zurückreisen, wo er von einem Physiotherapeuten behandelt wird. Ob der Gelb-Träger zum Skifliegen in Bad Mitterndorf in der kommenden Woche zurückkehrt, entscheidet sich in den nächsten Tagen. "Aktuell sind wir zuversichtlich", erklärte ein DSV-Sprecher.

Freitag überkreuzte am Bergisel bei der Landung nach einem Sprung auf 130 Meter die Ski-Enden und kam im Auslauf zu Fall. Seine Chancen auf den Gesamtsieg bei der Tournee waren damit dahin. Teamarzt Mark  Dorfmüller empfahl Deutschlands bestem Skispringer nun, auf den  Wettbewerb in Bischofshofen zu verzichten.

"Es ist das erste Mal, dass ich aus einer laufenden Tournee aussteigen muss. Das ist zwar bitter, aber da es in der Saison noch einiges zu holen gibt, wäre es unklug, nicht auf den eigenen Körper zu hören", sagte Freitag, der unmittelbar nach dem Sturz in der  Innsbrucker Klinik untersucht wurde. 

Der nächste Höhepunkt steigt im Olympia-Winter bereits in genau zwei Wochen mit der Skiflug-WM in Oberstdorf, die am 19. Januar beginnt. Mit einem Sieg in Bischofshofen könnte sein polnischer  Rivale Kamil Stoch nicht nur den Vierfachsieg bei der Tournee perfekt machen, sondern Freitag auch im Gesamtweltcup überholen.

(can/dpa/sid)
 
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