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Skispringen 17/18
Freitag stimmt sich auf Vierschanzentournee ein

Fotos: Richard Freitag – Skispringer und Vize-Weltmeister
Fotos: Richard Freitag – Skispringer und Vize-Weltmeister FOTO: afp, MICHAL CIZEK
Oberstdorf. Weg aus Oberstdorf, um dann in Oberstdorf ganz groß aufzutrumpfen: Richard Freitag wird bei besinnlichen Stunden in der sächsischen Heimat Kraft für den Riesenrummel bei der Vierschanzentournee tanken. Von Christoph Leuchtenberg

"Ich freue mich darauf, einige Tage mit Familie und den Freunden abzuschalten. Weihnachten ist mir schließlich sehr wichtig", sagte der derzeit beste Skispringer der Welt. Als erster Deutscher seit Martin Schmitt vor 17 Jahren fährt Freitag als Gesamtweltcup-Führender zur Tournee, die am 30. Dezember in seiner neuen Wahlheimat Oberstdorf beginnt. Schmitt gewann dereinst zwar noch den Auftakt am Schattenberg wie in den beiden Jahren zuvor, belegte aber schließlich nur Gesamtplatz drei. Erst ein Jahr später holte Sven Hannawald den bislang letzten Tournee-Sieg eines DSV-Adlers. Nun könnte der heutige Eurosport-Experte in Freitag seinen Nachfolger finden.

"Ich hoffe, dass es endlich wieder mit einem deutschen Tourneesieg klappt", sagte Hannawald, der 2001/02 sämtliche Springen zwischen Oberstdorf und Bischofshofen gewann: "Aber ich weiß auch, dass die Tournee immer wieder ihre eigenen Geschichten schreibt."

Ein großer Vorteil ist natürlich für Freitag, dass er in Oberstdorf quasi Hausrecht besitzt und in der Vorwoche vor Weihnachten noch ausgiebig bei besten Bedingungen auf der Auftaktanlage trainieren kann.

Freitag, der in den vergangenen fünf Springen dreimal siegte und zweimal Zweiter war und schon mehr Weltcup-Punkte (550) gesammelt hat als in der kompletten Vorsaison (507), weiß aber, dass er nur die ersten Schritte zu möglicherweise historischen Leistungen gemacht hat. Und die Konkurrenz unterstrich ihre Ambitionen. Zurücklehnen ist also für die DSV-Adler nicht.

"Wir müssen jetzt weiter nach vorne schauen. Die Form zu konservieren, das funktioniert im Skispringen nicht. Deshalb müssen wir weiter trainieren, damit die Substanz da ist", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Immerhin: "Bis Heiligabend werden wir nicht durchspringen."

(sid)
 
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