| 17.03 Uhr

Vierschanzentournee
Aufatmen in Oberstdorf: Strom wieder da

Skispringen: Zahlen, Fakten und Favoriten
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Oberstdorf. Die Qualifikation zum Auftaktspringen der 64. Vierschanzentournee in Oberstdorf kann wohl doch wie geplant über die Bühne gehen. Nach etwa 75 Minuten ist der Stromausfall in Oberstdorf am Montag behoben worden. Ohne Flutlicht hätte die Ausscheidung bei einsetzender Dunkelheit nicht stattfinden können.

Die Jury setzte zunächst den abgebrochenen ersten Trainingsdurchgang für 17.15 Uhr neu an, danach soll die Qualifikation stattfinden. Der zweite Probedurchgang wurde gestrichen. Weil durch den Stromausfall auch der Aufzug für die Springer außer Betrieb ist, sollen die Athleten in Kleinbussen zum Schanzenturm transportiert werden.

"Wir mussten eine Stunde Pause machen, haben einen Trainingsdurchgang eingebüßt", sagte Walter Hofer, Renndirektor des Weltverbandes FIS, in der ARD: "Am Ende haben wir aber nur eine halbe Stunde verloren."

Um 15.30 Uhr war fast die gesamte Marktgemeinde im Allgäu durch den Stromausfall lahmgelegt worden. In der Oberstdorfer Ski-Arena herrschte gespenstische Stille, die rund 4000 Zuschauer wurden später über Megafon informiert.

Gegen 16.30 Uhr gingen in Oberstdorf nach und nach wieder die Lichter an. Nach Angaben der Veranstalter hatte eine Störung an einer Endleitung den Blackout verursacht. Zunächst wurde die Stromversorgung des örtlichen Krankenhauses wiederhergestellt, danach der Rest der Stadt wieder versorgt.

Um 16.51 Uhr meldete sich auch die Flutlichtanlage zurück, ohne die ein Springen unmöglich ist. Zuvor wurden die Springer mit Autos aus dem Auslauf wieder hoch zur Schanze gefahren, weil auch der Lift ausgefallen war.

Der Stadionsprecher an der Schattenbergschanze bat die etwa 5000 Zuschauer um Geduld: "Der Strom ist im ganzen Ort ausgefallen. Wir arbeiten fieberhaft daran, dass es weitergeht." Die Fans feierten derweil zur Musik einer Blaskapelle.

Schon im Vorjahr war der Auftakt der Vierschanzentournee nicht planmäßig über die Bühne gegangen. Damals führte ein Schnee-Chaos zum Abbruch des ersten Wettbewerbes, der einen Tag später nachgeholt wurde.

(seeg/sid/dpa)
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