Olympia: 1.595 Dollar Kurs-Gebühr: Wissenstransfer bringt Socog Geld
zuletzt aktualisiert: 03.07.2000 - 10:21Sydney (sid). Für die teuren Fehler der Olympia-Organisatoren von Sydney müssen jetzt auch andere zahlen. Am Montag endete in der Olympiastadt ein dreitägiger "Observations-Kurs" für (potenzielle) Organisatoren künftiger Megasportereignisse, in dem über die Erfahrungen bei der Planung der Spiele referiert wurde. Für 1.595 Dollar pro Kopf wurden die Teilnehmer in 43 verschiedenen Bereichen und mit 100 unterschiedlichen Materialien über die Erfolge und Pannen des australischen Organisationskomitees unterrichtet.
"Wir haben eine Reihe von Fehlern wie zum Beispiel im Ticketbereich gemacht und Probleme mit dem Budget oder den Einnahmen gehabt. Darüber wurde in diesem Kurs auch ehrlich gesprochen - nur so macht olympischer Wissensaustausch Sinn", erklärte Bob Elphinston als der für Sport zuständige Generalmanager beim Olympia-Organisationskomitee Socog.
Sinn macht die Sache auch finanziell: Außer den Kurseinnahmen fließen noch einmal 3,5 Millionen Dollar vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in die Kassen von Sydney. Neben dem Wissenstransfer wird dafür eine 20-köpfige Socog-Delegation mit den Erfahrungen der Spiele im Gepäck im November/Dezember zum IOC nach Lausanne und nach Athen zum Olympia-Ausrichter von 2004 reisen.
Von dem von Skandalen und der Entlassung des bisherigen Chefs gebeutelten griechischen Organisationskomitee waren gleich sieben Vertreter in Sydney angereist. "Es wird schwer, aber wir versuchen, mit unserer griechischen Mentalität noch bessere Spiele als Sydney auszurichten", erklärte ein Sprecher der Delegation. Unter den Kursteilnehmern war auch ein Vertreter aus Peking, das im Rennen um Olympia 2000 knapp gegen Sydney verloren hatte, sowie weiterer Anwärterstädte für die Spiele 2008. Darüber hinaus nutzten auch die Organisatoren künftiger Commonwealth- und Goodwill-Games die Gelegenheit zur Schulung.
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